Hans-Ulrich Rülke kritisiert die AfD und stellt sich hinter Muhterem Aras. Foto: dpa

Hans-Ulrich Rülke wirft der AfD Rassismus vor. Vor allem ihr Verhalten gegenüber der Landtagspräsidentin Muhterem Aras kritisiert der FDP-Landtagsfraktionschef.

Stuttgart - FDP-Landtagsfraktionschef Hans-Ulrich Rülke hat die AfD für ihren Umgang mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) kritisiert. Er warf der rechtspopulistischen Partei Rassismus vor.

Die Landtagspräsidentin hatte im Dezember zwei AfD-Politiker aus dem Sitzungssaal verwiesen. „Aras bekommt von der gesamten AfD-Fraktion zugerufen, sie dürfe sich nicht zur Erinnerungskultur äußern, weil sie nicht in Deutschland geboren sei. Meine Damen und Herren, so geht Rassismus“, sagte der Fraktionschef am Sonntag auf dem Dreikönigstreffen der Liberalen in Stuttgart.

Aras hatte Wolfgang Gedeon und Stefan Räpple aus der Sitzung geschmissen

Die Präsidentin sei für die AfD eine permanente Provokation als Frau, Migrantin und Muslima. Für die Liberalen sei ein solcher Lebensweg keine Provokation. „Wir sind stolz darauf, in einer Gesellschaft leben zu dürfen, die so offen und integrationsfähig ist“, sagte Rülke.

Die Landtagspräsidentin hatte die AfD-Politiker Wolfgang Gedeon und Stefan Räpple wegen ihres störenden Verhaltens von der Sitzung am 12. Dezember und drei Folgesitzungen ausgeschlossen. Das Parlament hatte diese Entscheidung am 19. Dezember mit breiter Mehrheit bestätigt.

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