Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) Foto: dpa

Nach Meinung von Winfried Hermann reicht eine reine Software-Lösung in der Debatte um Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen nicht aus. Der Verkehrsminister wirbt für eine entsprechende Initiative im Bundesrat.

Stuttgart - In der Debatte um Nachrüstungen von Dieselfahrzeugen reicht eine reine Software-Lösung nach Auffassung von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) nicht aus. So eine Lösung gehe nur bei rund 45 Prozent der Fahrzeuge, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Und dies reduziere den Schadstoffausstoß wiederum nur um 35 Prozent bis 40 Prozent. „Das ist zu wenig.“

In Stuttgart drohen Fahrverbote für dreckige Diesel ab 2018 an Tagen mit besonders hoher Luftverschmutzung. Die Autobranche arbeitet an Nachrüstungsmöglichkeiten, um die Fahrverbote noch abzuwenden. Verändern Hersteller aber Software oder Hardware am Auto so weit, dass es nicht mehr der ursprünglichen Zulassung eines Modells - der Typgenehmigung - entspricht, muss das Kraftfahrtbundesamt (KBA) das genehmigen. Daher sieht das Land Baden-Württemberg den Bund in der Pflicht, bei dem Thema die Federführung zu übernehmen.

Daher wirbt Hermann für eine entsprechende Initiative im Bundesrat. Damit soll die schwarz-rote Bundesregierung aufgefordert werden, möglichst bald für eine wirksame Reduzierung des Stickoxid-Ausstoßes der Fahrzeuge zu sorgen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schrieb unterdessen seinen bayerischen Amtskollegen Horst Seehofer (CSU) an, um Unterstützung beim Thema Nachrüstung einzufordern. Aus dem Hause von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) habe er dazu noch nichts gehört, sagte Kretschmann.

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