Besucher informieren sich beim Tag der offenen Tür. Foto: Lichtgut/Volker Hoschek

Am Samstag konnten Studieninteressierte und Besucher einen Einblick hinter die Kulissen der Universität Hohenheim werfen. Und einige Meter gab es Beratung zum eigenen Garten, Kräutern und zur Grabpflege.

Stuttgart - Obwohl er nur einen sehr kleinen Stand hat, sind dem Chemiker Julian Knör am Samstag die Blicke sicher: Er zeigt vor dem Euro-Forum der Universität Hohenheim Versuche mit Trockeneis. Da blubbert es in einem Wasserglas, in einer hohen Säule steigen riesige Blasen auf und die Farbe änderte sich von Olivgrün bis ins Gelbliche. „Wenn man Trockeneis auf minus 78 Grad Celsius runterkühlt und dann ins Wasser gibt, entstehen diese Effekte“, erläutert der Chemiker.

Beratung für Studieninteressierte

Er ist einer von mehreren hundert Wissenschaftlern, Studenten, Dozenten und Mitarbeitern der Uni Hohenheim, die am vergangenen Samstag interessierten Besuchern die Lehranstalt in Plieningen zeigen. Bereits zum achten Mal veranstaltete die Universität den Tag der offenen Tür. Neben Vorträgen, Führungen, Experimenten, Verkostungen sowie einem umfassenden Kinderprogramm gab es auch eine Beratung für Studieninteressierte.

Eine von denen, die sich beraten lässt, ist Sara Binanzer aus Esslingen. Die 18-Jährige hat 2016 ihr Abitur gemacht und möchte nun Ernährungswissenschaften studieren. „Ich habe mich an mehreren Unis beworben, aber Hohenheim wäre mein Favorit“, sagt sie. „Bei der Studienberatung habe ich noch mal nachgefragt, wie meine Chancen denn stehen, dass ich einen Platz erhalte.“ Denn ihr Abischnitt von 1,9 sei zwar nicht schlecht, allerdings wisse sie, dass sich im vergangenen Jahr mehr als 1000 Menschen auf die 85 Studienplätze beworben hätten. Im Beratungsgespräch habe sie zwar keine konkrete Auskunft erhalten, ob sie wohl zugelassen werde – aber dafür erfahren, welche Vorteile einem Wartesemester und Praktika im Ernährungsbereich bringen.

Staatsschule für Gartenbau war auch offen

Während an der Uni Hohenheim sich am Samstag zum größten Teil eher jüngere Menschen tummeln, ist das Publikum einige Meter weiter im Durchschnitt schon etwas älter. Denn auch die Staatsschule für Gartenbau in Plieningen informierte die Besucher am Samstag. „Zu unserem Tag der offenen Tür kommen vor allem Menschen, die in der Umgebung wohnen, und sich schon länger dafür interessieren, was eigentlich hinter dem großen, grauen Tor ist“, sagt Michael Ernst, der Leiter der Staatsschule. Denn an normalen Tagen dürfe aufgrund der Versuche, die dort durchgeführt werden, in der Regel kein Besucher das Gelände betreten.

Am Samstag jedoch gab es drei Besichtigungen, außerdem nahmen die Besucher das Beratungsangebot von Experten zu verschiedenen Gartenthemen wahr. So informierte beispielsweise der deutsche Meister der jungen Friedhofsgärtner Yannick Schulz über Grabpflege. Und die Gartenfreunde Stuttgart berieten Interessierte zum Anbau von Kräuterpflanzen.

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