Im Kunstmuseum Stuttgart: Tim Berresheim’ Wandarbeit wird zum 3-D-Erlebnis Foto: Frank Kleinbach

Näher dran an der Zukunft der Kunst: Die „Stuttgarter Nachrichten“-Reihe „Ortstermin“ macht dies möglich – mit dem Besuch der Schau „Mixed Realities“ im Kunstmuseum Stuttgart am Freitag, 13. Juli. Beginn: 17 Uhr.

Stuttgart - Durch imaginäre Städte radeln, scheinbar unter riesigen Wasserfällen stehen oder aber in einem Wald aus Lichtleitfasern verschwinden? Für die Kunst ist all dies seit den 1980er Jahren produktiver Alltag. Doch wo steht die Kunst, die sich der Neuen Medien bedient, heute? Welche Bezüge zeigt sie bewusst oder unbewusst zur Geschichte der Kunst und zur Frage, was dies eigentlich ist, die viel beschworene Realität?

Entführung in digitale Tiefen

Im Kunstmuseum Stuttgart hat sich ein Team um Eva-Marina Froitzheim und Anne Vieth auf Spurensuche gemacht. Farb­freudig wird das Ergebnis in großen Lettern auf der Glasfassade des Kunstmuseums-Kubus am Schlossplatz verkündet: „Mixed ­Realities“. „Virtuelle und reale Welten in der Kunst“ verspricht die ­aktuelle Sonder­ausstellung, die auch buchstäblich in ­digitale Tiefen entführt.

„Es geht ans Eingemachte“

Unsere Kritikerin Adrienne Braun notierte zur Eröffnung der Schau: „Es geht ans Eingemachte. ,Mixed Realities‘ beschäftigt sich mit dem, was die Kunst eigentlich schon immer ausmacht: Illusionen, fremde Welten, Orte und Szenen, die nur in der Imagination existieren. Doch die von Eva-Marina ­Froitzheim kuratierte Ausstellung geht einen großen Schritt weiter, mitten hinein in digitale Fantasieräume. Von den Decken baumeln sogenannte VR-Brillen, die die ­Besucher in die Virtual Reality entführen – etwa ist den brasilianischen Regenwald. Der spanische Künstler Daniel Steegmann Mangrané hat ihn für seine Arbeit ,Phantom‘ in verpixelte Schwarz-Weiß-Bilder übersetzt, durch die der Betrachter sich nun ­vorsichtig hindurch tastet.“

Kunst überschreitet Grenzen

„Die Ausstellung nahm ihren Ausgang von der Beobachtung, dass im Kunsthandel VR-Werke auftauchen, die von Künstlerinnen und Künstlern gemacht sind, die an Kunstschulen studiert haben“, sagt Froitzheim über die Ausgangsidee. Und: „Besonders interessiert hat uns die Frage, wie weit die Künstlerinnen und Künstler gehen, welche Grenzen sie durch den Einsatz der neuen Medien überschreiten.“ Bis zum 26. August versammelt „Mixed Realities“ sechs künstlerische Positionen, die sowohl mit analogen als auch mit digitalen Verfahren arbeiten. In beiden Fällen geht es um die Herstellung von Tiefenräumlichkeit und Illusionismus und damit um ein traditionelles Thema in der Kunst. Zu sehen sind Werke von Tim Berresheim, Spiros Hadjidjanos, Daniel Steegmann Mangrané, Mélodie Mousset, Regina Silveira und The Swan Collective.

Die Zukunft ist Gegenwart

Die Zukunft, das macht die Schau deutlich, ist längst Gegenwart. Mit unserer ­Zeitung sind Sie näher dran an dieser Gegenwart – am 13. Juli um 17 Uhr beim „Ortstermin“. Seien Sie dabei, wenn wir im Kunstmuseum Stuttgart in digitale und ­reale Fantasieräume eintauchen.

So können Sie dabei sein

Längst haben sich Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) in Industrie, ­Forschung und Lehre etabliert. Aber wie gehen Künstlerinnen und Künstler mit ­diesen neuen Welten um? Was bieten diese Technologien an Möglichkeiten?

Diese und andere Fragen beantworten beim „Ortstermin“ unserer Zeitung im Kunstmuseum Stuttgart am Freitag, 13. Juli, Eva Marina Froitzheim und Anne Vieth, Kuratorinnen der Sonderschau „Mixed Realities“. Beginn ist um 17 Uhr. Im Anschluss geben Führungen exklusive Einblicke in die Ausstellung.

Der Eintritt kostet inklusive Führung 10 Euro. Dieser „Ortstermin“ ist ein besonderes Angebot unserer Zeitung und des Kunstmuseums Stuttgart. Kunstmuseums-interne Ermäßigungen haben entsprechend keine Gültigkeit. 50 Personen können dabei sein.

Ihre Anmeldung nehmen wir gerne entgegen. Wenn Sie dabei sein möchten, melden Sie sich bitte mit Ihrem Namen und Ihrer E-Mail-Adresse unter www.stn.de/ortstermin an. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.stn.de/datenschutz.

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