Pressestimmen zur Saison des VfB Stuttgart „Schaffa, schaffa, Tiddl jaga“: Die Prognosen für den VfB

Von red 

An Unterstützung der Fans wird es auch in der neuen Runde nicht mangeln Foto: dpa
An Unterstützung der Fans wird es auch in der neuen Runde nicht mangeln Foto: dpa

Am Freitag startet die neue Saison der Fußball-Bundesliga, am Sonntag wird es dann für den VfB Stuttgart mit dem Spiel in Mainz ernst. Was ist drin für den VfB in dieser Runde? Wir haben die Prognosen der Kollegen von „Kicker“ bis „n-tv“ gesammelt – mit manch überraschender Vorhersage.

Stuttgart - Die Zeit vor dem Start der Fußball-Bundesliga ist die Zeit der Vorhersagen. Wir haben einige Prognosen der Kollegen zum VfB Stuttgart zusammengestellt (einige davon wurden bereits vor dem DFB-Pokalspiel in Rostock verfasst).

„Der Tagesspiegel“: „Was soll der Geiz? Eigentlich schade, nichts zum Bruddeln für den legendär anspruchsvollen VfBler von der Haupttribüne. Aber es hat sich eben fast alles verbessert bei dem Klub, der in diesem Jahr sein 125. Jubiläum feiert. Der Verein geht mit so viel Zuversicht wie seit sehr langer Zeit nicht mehr in die neue Saison. Fragt man den früheren Stuttgarter Meistertrainer Christoph Daum, dann ist für die Schwaben die direkte Qualifikation für die Champions League drin. Klingt selbst für den VfB-Anhang hochgegriffen. Auf der anderen Seite: 1992 und 2007 hatte die Stuttgarter niemand auf der Rechnung – am Ende schnappten sie sich beide Male sogar den Titel.

„Sport-Informationsdienst“: „Der VfB verstärkte seinen Kader geschickt und hatte bis zur Pokal-Blamage in Rostock eine gute Vorbereitung absolviert. Die Euphorie um den Klub ist so groß wie selten, die Erwartungen entsprechend hoch. Die Verantwortlichen bremsen aber. Die Pokalpleite beim Drittligisten war für den VfB ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit. Prognose: Sicherer Mittelfeldplatz mit Tendenz nach oben.“

„11 Freunde“: „Wäre das Dach der Ostesstadions aus Maultaschenteig, hätte der Herrgott die Pokalblamage des VfB nicht mitbekommen. So darf der Verein in dieser Saison wohl nicht auf Unterstützung von oben hoffen. Reicht es trotzdem für Europa?“

„Kicker“: „Was in Stuttgart gerade alles passiert, hatten selbst die Verantwortlichen so nicht erwartet. Mit Tayfun Korkut hat sich Aufsteiger VfB Stuttgart im letzten halben Jahr stabilisiert. In der Sommerpause folgten gezielte Verstärkungen für den Kader. Vor allem bei der Kreativität im Mittelfeld wurde mit Didavi und Castro der Hebel angesetzt. Der Kader ist in sich stabil und hierarchisch. Das Vertrauen in den Trainer ist groß, das Selbstvertrauen auch. Die Erwartungen sind gestiegen – vielleicht sogar zu stark?“

„T-Online“: „Nach den namhaften Verpflichtungen und der starken Rückrunde wachsen auch die Ansprüche. Die Vorbereitung hat die ohnehin schon vorhandene Euphorie in Stuttgart weiter befeuert. Der VfB blieb in Testspielen ungeschlagen und trotzte unter anderem Atletico Madrid ein 1:1 ab. Im Pokal kam dann allerdings die Ernüchterung: 0:2 in Rostock, Erstrunden-Aus gegen einen Drittligisten. Manager Michael Reschke bleibt trotzdem ruhig: „Wir sind gefestigt, ich mache mir wenig Sorgen, was die Bundesliga angeht.“ Um dort besser abzuschneiden als in der vergangenen Saison, muss einiges zusammenkommen. Zumindest auf dem Papier hat der VfB durchaus das Potenzial dazu. Platz 7.“

„n-tv“:„Schaffa, schaffa, Tiddl jaga: Die Stimmung beim Verein für Bewegungsspiele ist im zweiten Jahr nach der Rückkehr in die Bundesliga famos. Und der Klub hat das Potenzial, seine Anhänger in der neuen Saison erneut gribblig zu machen. Der VfB ist wieder hip. Das ist auch Michael Reschkes Verdienst. Dessen Berufsbezeichnung lautet zwar Sportvorstand, doch in Wirklichkeit ist er irgendetwas zwischen Kaderplaner und Magier - denn auf wundersame Weise konnte der VfB beachtliche Transfers ans Ufer des Neckars ziehen. Der extrem gut besetzte Kader ist ein echter Trumpf des VfB. Sollte der VfB in ähnlicher Form wie in der zurückliegenden Rückrunde aufspielen, ist der Traditionsverein sogar ein Titelanwärter.“

„Frankfurter Rundschau“: „Qualität haben die Schwaben allemal in ihrem Kader. Sie machen im zweiten Jahr nach dem Bundesligaaufstieg nicht den Eindruck, dass dieses das schwerste werden könnte. Der VfB hat eine gereifte Truppe beisammen, gespickt mit erfahrenen Kräften, Anführern, dazu hochtalentierten Spielern wie dem französischen Weltmeister Pavard (22) oder dem künftigen argentinischen Nationalspieler Santiago Ascacibar (21). Nach einer guten Vorbereitung zeigte die Pleite von Rostock deutlich auf, wo die Schwachpunkte im VfB-Spiel liegen - in der Abteilung Attacke. Bekommen die Schwaben ihren Zielspieler Gomez nicht richtig in die Partie, krankt das Konstrukt. Dann fehlt zu oft der Plan B. Der 20-jährige Neue Nicolas Gonzalez (Argentinos Juniors/8,5 Millionen Euro) hat Potenzial, die Abschlussqualitäten von Gomez aber (noch) nicht. Auch die zweifelsohne begabten Kicker dahinter, Erik Thommy und Daniel Didavi, suchen lieber den Querpass statt den Torschuss. Prognose: Platz 8.“

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