Zur Premiere nichts zu ermitteln: Tatort-Kommissar Richy Müller mit Tochter Paulina und Frau Lunez. Foto:  

Am Donnerstag feierte das Musical „Ghost“ Premiere in Stuttgart. Zahlreiche Prominente folgten der Einladung und zeigten sich auf dem – dieses Mal – blauen Teppich.

Stuttgart - Dieses Mal ist der rote Teppich blau. Aus gutem Grund. Denn im Palladium-Theater ist mit dem Musical „Ghost – Nachricht von Sam“ die Geisterstunde angebrochen. Und die ist blau, die Farbe des Übersinnlichen.

Das ist beim Auflauf der Prominenz vor der Premiere des Musicals nicht der einzige Bezug zur herzzerreißenden Story, die vor 30 Jahren mit Demi Moore und Patrick Swayze verfilmt und zum tränentreibenden Publikumshit wurde: Mitten drin steht eine Töpferscheibe, an die erst mal alle Damen und Herren fürs Foto gebeten werden. Weil Molly, die von ihrer großen Liebe, dem grausam ermordeten Sam, aus dem Jenseits beschützt wird, doch Töpferin ist. „Als ich die Töpferscheibe sah, habe ich direkt Gänsehaut gekriegt“, bekennt die Sängerin Anita Hofmann. Sie glaube an übersinnliche Kräfte, erzählt sie, spätestens, seit sie Zeugin einer wundersamen Rettung geworden sei.

Den Film hat die Sängerin viele Male gesehen, „und ich habe es noch nie geschafft, nicht zu heulen. Ich weiß gar nicht, wie ich das heute überstehen soll.“ Natürlich mit vielen Taschentüchern. Sie hat vorgesorgt. Genau wie Fräulein Wommy Wonder„denn ich habe nahe am Wasser gebaut“. Was man dem hünenhaften Fräulein gar nicht zutrauen möchte. Aber wer kann schon in einen Menschen reinschauen.

An gute Geister glauben sie alle: Die Schauspielerin Monika Hirschleist fest davon überzeugt, dass jemand seine schützende Hand über sie hält. Wen sie dabei im Sinn hat, gibt sie nicht preis. Im Gegensatz zu Renitenz-Theater-Chef Stefan Weingarten: „Meine Mutter“, verrät er ohne weiteres, blickt nach oben, gen Himmel, und deutet auf die Innentasche seines Jacketts: „Ich habe immer etwas von ihr bei mir.“ Richy Müller, Tatort-Kommissar und als „Rainman“ bald wieder auf der Bühne des Wilhelma-Theaters, hält sich mehr an seinen Schutzengel: „Man darf ihn allerdings nicht überstrapazieren“, meint der passionierte Porschefahrer. Aber Heiko Volz, Autor und Sprecher vom Äffle, hat gewissermaßen offenbar schon die höheren Weihen des Übersinnlichen erlangt: „Ich war schon mal Medium bei einem Geistheiler“, erzählt er. Und da habe er durchaus berührende und auch verstörende Erfahrungen gemacht: Drum bin ich irgendwann ausgestiegen, es wurde mir zu gefährlich.“

Außer rot verheulten Augen droht hier keine Gefahr. Gespannt und erwartungsvoll sind sie alle, wie der seinerzeit so gelungene Film in einem Musical umgesetzt werden kann. Dieter Thomas Kuhn kommt mit Tochter Fanny, 14, Ballett-Intendant Tamas Detrichmit seiner Frau Julia Jägerim eleganten Gehrock, der Turner Marcel Nguyen, der den linken Arm in der Schlinge trägt, mit seiner Mama, Ringer Frank Stäblermit Frau Sandra und Fußballer Jens Grahl mit Frau Natalie. Weitere Gäste: Astrid M. Fünderich (Soko Stuttgart), und Miss Germany 2019 Nadine Berneis.

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