Eine Wohnsiedlung in Stuttgart. Foto: dpa

Stuttgart liegt bei den Bestandsmieten auf Platz zwei unter den teuersten Großstädten in Deutschland. Die SPD fordert daher eine Förderung neuer Genossenschaften.

Stuttgart - Die SPD fordert, dass bei städtischen Baugrundstücken feste Anteile allein für Genossenschaften reserviert werden sollen. Mit dieser Forderung reagiert die Partei auf die aktuelle Veröffentlichung eines bundesweiten Vergleichs der Bestandsmieten, bei dem Stuttgart mit einem Durchschnittswert von 9,97 Euro pro Quadratmeter weit vorne liegt. Der Vergleich der Mieten aus 350 Städten stammt von der F+B Forschungs und Beratungs GmbH und gilt als eine der anerkanntesten Untersuchungen der Branche.

Die SPD fordert zudem, dass die Gründung neuer Genossenschaften durch die Stadt gezielt gefördert werden soll. SPD-Chef Martin Körner erklärt dazu: „Genossenschaftliche Mietwohnungen sind ein Garant für nachhaltig bezahlbare Mietwohnungen für Leute mit ganz normalen Durchschnittseinkommen.“

Stuttgart liegt bei der Auswertung der Bestandsmieten auf Platz zwei der Großstädte – nur in München ist das Wohnen mit durchschnittlich 10,45 Euro pro Quadratmeter noch teurer. Der Abstand Großstädten wie Köln (8,63 Euro), Hamburg (8,62 Euro) und Frankfurt (8,43 Euro) sei groß, so die Sozialdemokraten.

Körner erklärt den Abstand Stuttgarts zu anderen Großstädten damit, dass es dort mehr genossenschaftliche und kommunale Wohnungen gebe: „Das Wohnen in Stuttgart ist fast 20 Prozent teurer als in Frankfurt. Die Einkommen liegen aber nicht 20 Prozent über Frankfurt.“ Frankfurt und Hamburg hätten aber den Vorteil, dass dort jede sechste Wohnung eine genossenschaftliche oder kommunale Mietwohnung ist. In Stuttgart gelte das nur für jede sechzehnte Wohnung, so Körner.

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