Die Polizei bei der Spurensicherung am Tatort im vergangenen Oktober Foto: SDMG

Der Staatsanwalt fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe für einen Mann, der seine Frau und seinen Sohn erstochen haben soll. Das Motiv gibt weiter Rätsel auf.

Stuttgart - Am Stuttgarter Landgericht soll am Montag das Urteil gegen einen 53-jährigen Mann aus Riedenberg gesprochen werden, der eingeräumt hat, im vergangenen Oktober seine Frau und seinen 16 Jahre alten Sohn getötet zu haben. In der Anklage war die Staatsanwaltschaft von Mord ausgegangen. Der Vertreter der Anklagebehörde hatte vergangene Woche jedoch auf Totschlag in zwei Fällen plädiert. Er fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe. Der Verteidiger des Mannes plädierte für eine Haftstrafe von elf Jahren. Der Richter hatte am Tag der Schlussvorträge den rechtlichen Hinweis gegeben, dass eine Verurteilung wegen Totschlags in Betracht komme, da das Mordmerkmal der Heimtücke nicht erfüllt sei.

Die Frage nach dem Motiv kann in der Verhandlung nicht geklärt werden

Der Mann hatte in der Verhandlung die Taten eingeräumt. Er blieb jedoch eine Antwort auf die Frage nach einem Motiv schuldig. Ein psychiatrischer Gutachter geht davon aus, dass er bei der Tat vermindert schuldfähig gewesen sei. Der Mann hatte 55 mal auf seine Frau eingestochen und seinen Sohn mit 27 Stichen getötet.

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