Die Kandidaten für die Wahl haben viele Ideen für die Zukunft der Stadt. Foto: Thomas Krämer

Bei fast 30 jungen Leuten kommen natürlich einige Ideen zusammen. So viele junge Filderstädter wollen bei der anstehenden Jugendgemeinderatswahl kandidieren. Hier erzählen sie, was sie nach ihrer Wahl vorhätten.

Filderstadt - Kommende Woche wird in Filderstadt ein neuer Jugendgemeinderat gewählt. Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren können an den weiterführenden Schulen ihre Stimme abgeben oder am Samstag, 9. Dezember, zwischen 14 und 18 Uhr im Jugendzentrum Z in Bernhausen an der Tübinger Straße 54.

20 Sitze hat das Gremium, „28 Jugendliche stellen sich nun zur Wahl“, sagt Suyin Völlm von der Geschäftsstelle des Jugendgemeinderates. Und die hatten am Mittwochabend im Z die Gelegenheit, sich und ihre Ziele vorzustellen. Einige Jugendliche wollen sich für eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs engagieren, wünschen sich bessere Busverbindungen in der Nacht und am Wochenende, mehr Schulbusse sowie eine Buslinie nach Waldenbuch. Immer wieder angesprochen wurde das Thema Treffpunkte für Jugendliche, für die sich einige Kandidaten einsetzen wollen. Generell wird ein attraktiveres Filderstadt gewünscht, was durch Sportveranstaltungen und Festivals erreicht werden soll. Auch das Engagement für Flüchtlinge wurde mehrfach erwähnt. Weitere Ziele der Kandidaten: den Sportplatz am ESG öffnen, die Stadt verschönern und mehr Mülleimer aufstellen sowie gegen den Diebstahl an Schulen vorgehen.

Es sind unter den Räten auch Freundschaften entstanden

Sieben aktuelle Jugendgemeinderäte kandidieren wieder für die kommende, zwei Jahre währende Amtszeit. Zu ihnen gehören Berfin Toy und Lucas Osterauer. Beide ziehen ein positives Fazit ihres Engagements, das aus monatlichen Treffen, jährlich drei bis vier Sitzungen des Gremiums und einer gemeinsamen Sitzung mit dem Verwaltungsausschuss bestand. „Ich habe das Gefühl, dass wir als Jugendgemeinderat vom Gemeinderat ernst genommen werden“, sagt Lucas Osterauer und ergänzt, dass die Arbeit viel Spaß mache. „Ich habe etwas für mein Leben gelernt“, sagt der 17-Jährige. Toy lobt die sehr gute Atmosphäre untereinander. Sie unterstützten sich gegenseitig, es seien auch Freundschaften entstanden. Bisweilen sei es jedoch auch anstrengend gewesen. „Bei der Skateranlage haben wir einen langen Atem gebraucht“, ergänzt sie. Als weitere Erfolge sehen die beiden die Kinoabende mit Flüchtlingen, die sich zu Spieleabenden entwickelt hatten, das Fest zum 30-jährigen Bestehen des Jugendgemeinderats, Partys wie der Freaky Friday oder die Radtour durch Filderstadt. Der Debattierclub, in dem über Aktuelles diskutiert worden war, soll nach Toys Vorstellung wiederbelebt werden. Die Veranstaltung war mangels Interesse eingestellt worden.

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