Die bisherigen Jugendräte wollen für das Amt bei anderen Jugendlichen werben. Foto: Häusser

Die Tätigkeit des Jugendgemeinderats soll bekannter werden. Mit verstärkter Werbung will man in Filderstadt auf Kandidatensuche gehen. Schließlich steht im Dezember die nächste Wahl an.

Filderstadt - Die Suche nach Kandidaten für die Jugendgemeinderatswahl war in der Vergangenheit nicht immer einfach. Oftmals bedurfte es eines zweiten Aufrufs, damit für die 20 Sitze im Gremium genügend Bewerber gefunden wurden.

Damit die Arbeit des Jugendgemeinderats fortgesetzt werden könne, brauche es Leute, die sich dafür interessieren, sagte der scheidende Jugendrat Florian Wußmann am Mittwoch im Jugendgemeinderat. Bisher kämen die meisten Jugendräte aus den Filderstädter Gymnasien und Realschulen. „Die anderen Jugendlichen denken offenbar, sie hätten schlechtere Chancen, gewählt zu werden“, sagte Wußmann.

Um genug Bewerber für die Wahl, die vom 4. bis 9. Dezember stattfindet, zu bekommen, werden die Jugendräte an allen weiterführenden Schulen Werbung machen. Dazu gibt es am 8. Oktober Klassenbesuche. Außerdem wolle man Mitte Oktober bei der Schulleiterkonferenz darum bitten, auf die Wahl aufmerksam zu machen. Flyer und Plakate sollen ein Übriges tun, damit sich genug Kandidaten im Alter zwischen 14 und 18 Jahren melden.

Jugendräte sollen Freunde ansprechen

„Jeder von uns sollte pro Woche zehn Freunde darauf ansprechen“, schlug Wußmann für die heiße Phase der Kandidatensuche vor. Oberbürgermeister Christoph Traub, der die Sitzung leitete, bot den Jugendräten eine weitere Unterstützung an. Im Herbst gebe es einen Unternehmerabend. Dort könnten die Jugendlichen die Firmenvertreter darum bitten, bei ihren Auszubildenden für die ehrenamtliche Tätigkeit zu werben. Um die Attraktivität des Amtes generell zu stärken, will sich der Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg dafür einsetzen, dass Jugendräte für ihre Tätigkeit ein Zeugnis erhalten. Der Dachverband sei ein Verein, an den sich alle Jugendgemeinderäte wenden könnten, sagte Jan Zens, der im Beirat dieses Vereins sitzt, bei der Sitzung in Filderstadt. Der Dachverband trete außerdem dafür ein, dass Kommunalpolitik in den Bildungsplan aufgenommen werde und das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt wird.

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