Der Blick aufs Bärenschlössle. In unserer Bildergalerie finden Sie weitere erfrischende Ausflugstipps in Stuttgart und der Region. Klicken Sie sich durch. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky

In unserem Serie Freizeitatlas geben wir Anregungen für Kurztrips und Tagesausflüge in Stuttgart und der Region. Dieses Mal: lohnenswerte Ziele an Seen, Wasserfällen und Flüssen.

Stuttgart - Egal zu welcher Jahreszeit: Wenn das Wetter schön ist, zieht es die Stuttgarter zum Spazierengehen, Joggen und Radfahren, zum Sonnenbaden und Grillen in das Naturschutzgebiet Rot- und Schwarzwildpark. Auf mehr als drei Kilometern erstrecken sich dort die Wildparkseen, sprich: drei Stauseen namens Bärensee, Neuer See und Pfaffensee. Der Pfaffensee wurde bereits 1566 angelegt, um den Mühlen im Nesenbachtal mehr Wasser zuführen zu können. Gut 50 Jahre später entstand der Bärensee durch Aufstauung des Bernhardsbach. Erst viele Jahre später, im Jahr 1826, wurde dann zwischen den beiden Seen der Neue See angelegt.

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Von Künstlichkeit ist an den Seen jedoch nichts zu spüren, fügen sie sich doch längst in die schöne Natur des Parks. So kommt man beim Spaziergang entlang der Seeufer vorbei an Birken und Trauerweiden und kann Wasservögel beobachten sowie den von ihren einstigen Besitzern ausgesetzten Schildkröten zusehen, wie sie sich auf den im Wasser liegenden Baustämmen sonnen.

Vom Bärenschlössle zum Schloss Solitude

Beliebt sind die Seen aber nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen des Bärenschlössles, das sich, wo auch sonst, am Bärensee befindet. Denn dort gibt es ein Lokal, das den besuch lohnt. Bei schwäbischen Speisen, Wildspezialitäten, Kaffee und Kuchen lädt die Sonnenterrasse, aber auch das Gelände um das Schloss herum zum Verweilen ein. Das in altrömischem Stil gebaute Schlössle, das Herzog Karl Eugen von Württemberg einst als Lustschloss diente und später als Jagdpavillion von König Wilhelm I. genutzt wurde, bietet einen herrlichen Blick auf den See und die gegenüberliegende Hirschwiese.

Weiter bis zum Schloss Solitude

Wer seinen Spaziergang ein wenig ausdehnen möchte, gelangt über die Schloss- und Schlössletour zum Schloss Solitude. Der schnurgerade etwa drei Kilometer lange Waldlehrpfad führt vorbei an Spielplätzen, Grillstellen und Hütten. Neben den Spielplätzen mit großen Grünflächen zum freien Spielen sind bei Kindern besonders die weitläufigen Tiergehe in den Parkanlagen beliebt. Dort leben nicht nur Rehe und Hirsche, sondern auch Wildschweine, die man nicht selten dabei beobachten kann, wie sie sich auf dem Rücken liegend sonnen.

Service: Das ganze Jahr über kostenloser Zugang. Die Parkplätze, etwa am Schattengrund, sind oft voll. Anfahrt auch mit Öffentlichen möglich: etwa mit der Buslinie 92 bis zur Haltestelle Schattengrund. Von dort ca. 20 Minuten zu Fuß. Öffnungszeiten des Lokals im Bärenschlössle: April bis Oktober von 10-22 Uhr, November bis März von 10-20 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr.

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