Der genauere Blick auf das Jahr 2021 zeigt: Stuttgarts CO2-Emissionen sind leicht gestiegen. Der zuständige Bürgermeister will das als Warnung verstanden wissen.
Um das Klimaziel bis 2035 zu erreichen, muss Stuttgart offenbar noch mehr Gas geben. Das zeigt der Energie- und Klimaschutzbericht für das Jahr 2021, den die Stadtverwaltung nun vorgelegt hat. Und die Zahlen könnten besser sein. „Die 2021 verursachten Emissionen lagen um rund 136 000 Tonnen CO2 und damit vier Prozent über dem vorgegebenen Zielwert“, teilt die Stadt mit.
In der Gesamtstadt wurden im Berichtsjahr 2021 insgesamt 3,6 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Verglichen mit 1990 seien das minus 44 Prozent, aber eben gemessen am im Sommer 2022 verschärften Klimaziel immer noch zuviel. „Die gestiegenen CO2-Emissionen für das Jahr 2021 müssen wir als Warnung sehen, dass wir weiterhin konsequent auf unsere Ziele hinarbeiten müssen und nicht nachlassen dürfen“, sagte Peter Pätzold, der Bau- und Umweltbürgermeister in Stuttgart.
Die Stadtverwaltung erklärt sich die Entwicklung mit dem Ende der Corona-Pandemie und einem gewissen Nachholbedarf der Menschen und mit einem insgesamt kühleren Jahr 2021 (im Vergleich zu 2020), schreibt die Stadt.