Ein Windpark im Schwarzwald nahe FreiburgFoto: dpa/Rolf Haid Foto:  

Der baden-württembergischen Landesregierung droht ein Streit: Agrarminister Peter Hauk (CDU) lehnt die Festlegung auf 500 Windräder im landeseigenen Forst ab. Diese Marke hatte Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) propagiert.

Stuttgart - Der für Landwirtschaft und Forsten zuständige Minister Peter Hauk (CDU) hat auf Anfrage unserer Zeitung die „besondere Aufgabe“ des Landes als größter Waldbesitzer zur Unterstützung der Klimaschutzziele betont. Laut Hauk arbeitet der landeseigene Betrieb Forst BW derzeit an einem Maßnahmenkatalog, um eine Vermarktung zum Ausbau von Windkraftanlagen im Staatsforst voranzubringen. Gleichzeitig gehen die Fachabteilungen in Hauks Ministerium auf Distanz zur Aussage von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) in einem Interview unserer Zeitung, wonach die Hälfte des Ausbauziels von 1000 Windrädern über den Staatswald zu „realisieren“ sei. Grundsätzlich stünde diese Anzahl an „windhöffigen“ Flächen im Staatswald zur Verfügung: „Wie viele Windräder es aber am Ende des Prozesses sein können, hängt von weiteren nicht durch Forst BW beeinflussten Faktoren ab.“

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