Der AfD-Abgeordnete Stefan Räpple wurde aus dem Plenarsaal des Landtags geworfen (Archivbild). Foto: dpa

Er ruft dazwischen, kritisiert den Landtagspräsidenten - und wird schließlich rausgeworfen. Ein AfD-Abgeordneter sorgt im Plenarsaal für Ärger. Er ist nicht das erste Mal in die Kritik geraten.

Stuttgart - Landtagspräsident Wilfried Klenk (CDU) hat den AfD-Abgeordneten Stefan Räpple am Donnerstag aus dem Plenarsaal des Landtags geworfen. Wie mehrere Zeugen des Vorfalls in Stuttgart berichteten, hatte Klenk den Abgeordneten der Alternative für Deutschland (AfD) zunächst zur Ordnung gerufen, weil Räpple die Jungfernrede der Grünen-Abgeordneten Barbara Saebel zu europapolitischen Themen mit Zwischenrufen gestört habe. Während den ersten Reden neuer Abgeordneter ist es im Landtag üblich, Rücksicht zu nehmen.

Räpple soll sich über den Ordnungsruf massiv erregt und Klenks Entscheidung öffentlich kritisiert haben. Daraufhin verwies Klenk den AfD-Abgeordneten des Saales. Räpple sei dann gegangen.

AfD-Abgeordneter vom rechten Rand

Der AfD-Abgeordnete wird dem rechten Rand seiner Partei zugeordnet. Nach Angaben von AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen hatte Räpple etwa bei der Fusion der AfD und der abgespaltenen ABW im Oktober eine Präambel zur Abgrenzung von Antisemitismus und Rassismus nicht unterschrieben.

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte: „Die AfD hat wieder einmal bewiesen, dass sie eines Parlamentes nicht würdig ist.“

Ein Sitzungsausschluss ist nach Angaben eines Landtagssprechers nur aus dem Jahr 1991 überliefert: Während der Verlesung des Amtseids vor der Vereidigung des Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) entfalteten zwei Abgeordnete ein Spruchband mit der Aufschrift: „Bei jeder Waffenschieberei ist Baden-Württemberg dabei“. Beide wurden daraufhin aufgefordert, den Saal sofort zu verlassen.

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