Rehe im Visier: Wilderer treiben seit Monaten im Kreis Ludwigsburg ihr Unwesen. Foto: dpa

Sie fahren nachts auf Feld- und Waldwegen, leuchten den Tieren in die Augen und zielen anschließend mit einem Gewehr auf sie: Seit mehreren Monaten sind im Kreis Ludwigsburg Wilderer unterwegs.

Ludwigsburg - Seit mehreren Monaten treiben Wilderer in den Bereichen der Ludwigsburger Teilorte Oßweil und Poppenweiler sowie in Remseck am Neckar ihr Unwesen. Wie die Polizei mitteilt, fielen den Wilddieben seit Oktober offenbar mehrere Rehe zum Opfer. Der zuständige Jagdpächter und Vorsitzende des Hegerings, Harald Starke, geht hingegen davon aus, dass die Täter bereits seit einem halben Jahr unterwegs sind.

Nach Angaben des Polizeisprechers Peter Widenhorn waren der oder die Täter nachts mit einem Auto auf Wald- und Feldwegen unterwegs, um dort die Tiere mit Scheinwerfern und Taschenlampen anzuleuchten. Anschließend schossen sie auf das Wild. Dabei trafen sie im Dezember auf Ludwigsburger Gemarkung ein Reh tödlich, ein weiteres angeschossenes Reh musste von seinem Leiden erlöst werden. Wie viele Tiere insgesamt getroffen wurden, könne nicht genau beziffert werden.

Die zuständigen Jagdpächter hatten in den vergangenen Wochen an mehreren Stellen größere Blutflecken entdeckt und waren so auf die Wilderer aufmerksam geworden. Auch in der Vergangenheit sei es immer wieder zu Wilderei gekommen, in den vergangenen Monaten hätten sich die Fälle jedoch gehäuft, berichtet Harald Starke. „Hier waren Täter in größerem Umfang unterwegs.“ Dass die Tiere nicht weglaufen, sei normal. „Motorengeräusche machen ihnen zunächst keine Angst, und wenn man ihnen in die Augen leuchtet, bleiben sie sofort stehen“, sagt Starke.

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