Am Neckartor helfen Fiter seit einigen Monaten, die Luft sauberer zu halten, außerdem gibt es entlang der Meßstation eine Busspur. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Auch 2019 entgeht die Landeshauptstadt beim Feinstaub der roten Karte. Die Grenze für die Zahl der Überschreitungstage – maximal 35 – wird eingehalten werden.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt wird auch in diesem Jahr die EU-Vorgaben für die maximale Feinstaubbelastung einhalten. 2018 war dies mit 20 von zulässigen 35 Überschreitungstagen gelungen. Der Grenzwert liegt im Tagesmittel bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

In diesem Jahr gab es bis zum 19. November 20 Überschreitungstage, drei bis vier weitere sind, so die vorläufigen Daten bis diesen Freitag möglich. Die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) will die Daten am heutigen Freitag konkretisieren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in den nächsten Tagen nicht mit Feinstaubwetter, die Stadt hebt den Alarm am Freitag um 24 Uhr auf und setzt ihn über die Feiertage bis zum 6. Januar 2020 aus.

Die 35 Tage können nicht mehr überschritten werden

„Von Samstag an haben wir Wind, Schauer und wechselhaftes Wetter mit einer guten Durchmischung der Atmosphäre“, so Diplom-Meteorologe Simon Mutz vom Deutschen Wetterdienst. Er schließe Überschreitungen bis zum Dienstag aus. Damit können die 35 Tage nicht mehr überschritten werden.

Den Alarm soll es 2020 noch bis zum 15. April geben. OB Fritz Kuhn (Grüne) hatte angekündigt, ihn danach einzustellen, wenn 2019 der EU-Grenzwert eingehalten werden könne. Die CDU in Stuttgart fordert die sofortige Einstellung der Alarme. Sie seien wirkungslos, so der CDU-Kreisvorsitzende Stefan Kaufmann, verschlechterten aber das Image der Stadt.

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