Marc Oliver Kempf (links) und Gonzalo Castro vom VfB Stuttgart können es nicht fassen: 2:6 beim HSV. Foto: Pressefoto Baumann/Cathrin Müller

Es sollte die Wende zum Guten werden – stattdessen erlebten Spieler und Verantwortliche des VfB Stuttgart ein 2:6-Debakel. Das sagen die VfB-Akteure zum peinlichen Auftritt beim Hamburger SV.

Hamburg/Stuttgart - Der VfB Stuttgart erlebte am Samstag gegen den Hamburger SV eine denkwürdige Niederlage. Gegen den Spitzenreiter aus dem Norden unterlag das Team von Trainer Tim Walter gar mit 2:6 – und rutschte dadurch auf den dritten Tabellenplatz in der zweiten Liga ab.

Lesen Sie hier die Einzelkritik: Zweimal Note sechs – das Walter-Team steht komplett neben sich

Nach der Partie zeigten sich Spieler und Verantwortliche des Vereins mit dem Brustring tief enttäuscht. Wir haben die Aussagen der VfB-Akteure aus den Katakomben der Hamburger Arena zusammengetragen.

VfB-Trainer Tim Walter:

„Hamburg hat den Platz als verdienter Sieger verlassen, auch weil wir den Gegner eingeladen haben, Tore zu schießen. Hamburg hat das perfekt ausgenutzt. Wenn wir die Möglichkeit hatten, dranzukommen, haben wir es vermasselt. Und so kann eine Partie auch mal in dieser Höhe ausgehen. Für uns geht es weiter. Wir kommen am Dienstag wieder und probieren es auf ein Neues.“

HSV-Coach Dieter Hecking:

„Wir sind der verdiente Sieger dieses Spiels. Während der 90 Minuten war zu sehen, dass die beiden Mannschaften die besten der Liga sein können. Der VfB hat uns voll gefordert und auch zu hoch verloren. In den Situationen, wo die Partie hätte kippen können, hatten wir immer die richtige Antwort parat. Das hat man nicht oft, ist uns aber heute gelungen. Ich bin auf ganzer Linie zufrieden.“

VfB-Spieler Philipp Klement:

„Wir dürfen heute auf keinen Fall dem Schiedsrichter die Schuld geben, sondern müssen uns an die eigene Nase packen. Wir haben heute viel zu viele leichte Fehler gemacht und müssen schnellstmöglich an einer besseren Absicherung nach hinten arbeiten.“

VfB-Kapitän Marc Oliver Kempf:

„Ich bin nach wie vor überzeugt von unserer Qualität. Im Moment ist gerade bei unseren jungen Spielern eine Verunsicherung zu spüren. Wir müssen unsere Blockade schnellstmöglich lösen und die Leichtigkeit wieder reinkriegen.“

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VfB-Torhüter Gregor Kobel:

„Die ersten beiden Gegentore sind viel zu schnell gefallen und waren in ihrer Entstehung einfach unnötig. Danach war es schwierig für uns. Da müssen wir einfach cleverer sein. Wir haben dann aber zeitweise gut gespielt und uns auch die Chancen erspielt. Es ist gut, dass die nächste Partie schnell kommt. In dieser müssen wir einige Dinge besser machen.“

VfB-Sportdirektor Sven Mislintat:

„Der HSV hat auf unsere Fehler gewartet. Wir haben sie gemacht, und der Gegner hat sie eiskalt bestraft. Wir hatten ganz oft die Chance wieder ranzukommen, haben diese aber nicht genutzt. Wir müssen jetzt aber nicht das große Ganze in Frage stellen, sondern die zuletzt verlorenen Spiele einer Einzelfallbetrachtung unterziehen. Aber ganz klar: Du darfst gegen keinen Gegner sechs Tore bekommen. Dem HSV gratuliere ich schon jetzt zum ersten Aufstiegsplatz.“

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