Gründung des Vereins „Aufbruch Stuttgart“ mit dem Vorsitzenden Wieland Backes (zweiter von rechts). Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Kulturschaffende wollen sich im Verein „Aufbruch Stuttgart“ um neue Visionen für Stuttgarts Innenstadt fernab von „Stuttgart 21“ kümmern. Mutig, unabhängig und überparteilich wolle man sich in die Stadtplanung einmischen.

Stuttgart - Visionen und Pläne für die Neugestaltung der Stuttgarter City hat sich der Verein „Aufbruch Stuttgart“ auf die Fahne geschrieben. Zwölf Kulturschaffende unterzeichneten die Gründungsurkunde des Vereins, der sich unabhängig und überparteilich in die Stadtplanung einmischen will. „Stuttgart braucht einen kompositorischen Eingriff. Mit Mut“, sagte etwa Stararchitekt Werner Sobek am Donnerstag. Der Verein wolle eine Diskussion über die Zukunft der Stadt zünden.

Ein Dorn im Auge ist dem Verein die autobahnähnliche Bundesstraße 14, die etwa die Staatsgalerie und das künftige Stadtmuseum vom Opernhaus, anderen Museen und dem zentralen Schlossplatz abschneidet. „Seit ich in Stuttgart bin, frage ich mich: Warum lässt man sich heute noch, von der Ästhetik der 60er-Jahre bestimmen?“, sagte Opernintendant Jossi Wieler. Pläne für eine Untertunnelung werden in Stuttgart schon lange diskutiert. Dann könnte eine zusammenhängende Kulturmeile geschaffen werden.

Die Landeshauptstadt müsse raus aus dem „Schatten Stuttgart 21“, sagte TV-Moderator Wieland Backes, der zum Vorsitzenden gewählt wurde. Der Verein wolle sich aber nicht nur der Beseitigung von „Bausünden“ widmen, sondern auch Ideen etwa für eine neue Musikspielstätte einbringen.

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