Die zehnjährige Lily Mae Avant aus Texas starb wenige Tage, nachdem sie sich mit einer Amöbe infiziert hatte. Foto: Screenshot Facebook/25 News KXXV

In den USA ist ein zehnjähriges Mädchen gestorben, nachdem sie sich beim Baden in einem Fluss mit der tödlichen, gehirnfressenden Amöbe Naegleria fowleri infiziert hatte. Der Einzeller gehört zu der Vielzahl gefährlicher Parasiten, die den menschlichen Körper als Wirt missbrauchen.

Whitney - In den USA ist ein zehnjähriges Mädchen nach einer Infektion, die eine Amöbe verursacht hat, gestorben. Anfang September badete Lily Mae Avant aus der Stadt Whitney im US-Bundesstaat Texas wie fast jeden Tag im Brazos River, der in unmittelbarer Nähe ihrer Elternhauses liegt.

Dabei infizierte sie sich mit der hirnfressenden Amöbe Naegleria fowleri. Der einzellige Organismus kommt häufig in warmen Seen und Flüssen vor allem in den USA und Australien vor.

Parasit zerstört das Gehirn

Laut der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC handelt es sich bei Naegleria fowleri um einen Parasiten, der sich normalerweise von Bakterien ernährt. Gelangt er in die Nase eines Menschen, frisst er sich buchstäblich durch das Gehirn.

Anfangs klagte die Zehnjährige über Kopfschmerzen und Fieber. Als sie ins Krankenhaus kam, stellten die Ärzte fest, dass eine Amöbenerkrankung der Grund für ihre Beschwerden war. Am 16. September, nur wenige Tage nach der Infizierung, starb Lily Mae Avant.

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Todesrate: 97 Prozent

Eine Infizierung mit Naegleria fowler führt meist innerhalb weniger Tage zum Tod. Die Sterberate liegt nach Angaben des Texas Health und Human Service bei 97 Prozent.

Von 1962 bis 2018 wurden nach Angaben des US-Senders CNN in den Vereinigten Staaten 145 Infektionsfälle bekannt, von denen nur vier Menschen überlebten.

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