Vor dem Hintergrund, dass die Flüchtlingserstaufnahmestellen im Land (hier in Meßstetten) bereits ausgelastet sind, stellen Villingen-Schwenningen und Karlsruhe weitere Unterkünfte zur Verfügung. Foto: dpa

Die Städte Villingen-Schwenningen und Karlsruhe stellen für das Wochenende kurzfristig weitere Notunterkünfte für Flüchtlinge zur Verfügung. Die drei Landeserstaufnahmestellen seien bereits überbelegt.

Stuttgart - Die Städte Karlsruhe und Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) stellen für das Wochenende kurzfristig weitere Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen bereit. Dies teilte das baden-württembergische Integrationsministerium am Donnerstag in Stuttgart mit.

Hintergrund sei, dass die drei Landeserstaufnahmestellen und die bedarfsorientierten Einrichtung mit zusammen knapp 8000 bis über ihre Kapazitätsgrenzen hinaus belastet seien. Mit den zusätzlichen bis zu 700 Plätzen solle drohende Obdachlosigkeit vermieden werden. Auch Hechingen (Zollernalbkreis) prüfe, ob es eine geeignete Behelfsunterkunft gebe.

Die Zahl der Asylsuchenden sei im Juni im Vergleich zu den Vormonaten nochmals stark angestiegen. Im März zählten die Behörden laut Ministerium 2932 Erstantragsteller, im April 3161 und im Mai 3573. Bis einschließlich 17. Juni waren es in diesem Monat schon 2679.

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