Demo gegen die Corona-Maßnahmen in Stuttgart kurz vor dem Jahreswechsel Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Laut einem Bericht sieht der Verfassungsschutz Schnittmengen zwischen „extremistischen Teilstrukturen der AfD“ und der Querdenken-Bewegung in Baden-Württemberg. Thomas Strobl warne zudem vor antisemitischen Verschwörungstheorien.

Stuttgart - In Baden-Württemberg hat es einem Bericht zufolge von März bis Dezember mindestens 727 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen gegeben. Von Anfang an seien laut Verfassungsschutz Rechtsextremisten, sogenannte Reichsbürger und Mitglieder von „extremistischen Teilstrukturen der AfD“ beteiligt gewesen, zitierte der „Spiegel“ am Freitag aus einer Antwort von Landesinnenminister Thomas Strobl (CDU) auf einen Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion. Die Radikalisierung sei von den Querdenken-Organisatoren zunehmend selbst vorangetrieben worden.

Strobl erklärte demnach außerdem, dass antisemitische Verschwörungstheorien in der Bewegung „eine erhebliche Rolle“ spielten. Den Innenexperten der Grünen im Landtag, Uli Sckerl, zitierte das Magazin mit der Aussage: „Querdenker, Ultrarechte und Staatsfeinde verbrüdern sich im Hass auf das Grundgesetz und dem Leugnen der Corona-Pandemie.“ In Baden-Württemberg wird die Querdenken-Bewegung seit Dezember vom Verfassungsschutz beobachtet.

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