Die Landesvorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz. Foto: dpa

Landtagsfraktionschef Peter Hauk ist nach seinem Sieg bei der Bezirkschef-Wahl Nordbaden gestärkt. Aber die Debatte um den Einfluss der Frauen in der Südwest-CDU geht weiter.

Stuttgart - Nach dem Sieg von CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk bei der Wahl zum neuen Vorsitzenden des mächtigen CDU-Bezirksverbandes Nordbaden ringt die Südwest-CDU um die Frage der künftigen Frauenbeteiligung. Die Landesvorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz, wies die Kritik Hauks an mangelnder Sacharbeit zurück: „Die Frauen in der CDU haben wichtige frauen-, familien- und gesellschaftspolitische Themen auf die Tagesordnung gesetzt und gute Lösungen für die Frauen in Deutschland durchgesetzt“, sagte sie den Stuttgarter Nachrichten. Als Beispiele nannte sie Themen wie Mütterrente, Rechtsanspruch auf Kindergartenplätze, Elterngeld, Familienpflegezeit und Ganztagesbetreuung.

Widmann-Mauz, die für den Wahlkreis Tübingen-Hechingen im Bundestag sitzt und Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium ist, appellierte an Hauk, Maß zu halten. Die CDU mache dann „kluge Politik, wenn Frauen und Männer konstruktiv zusammenarbeiten“. Eine solche Partnerschaft müsse geprägt sein „vom Interesse füreinander, gegenseitigem Respekt und vertrauensvollem Miteinander“.

Hauk hatte am Wochenende nach seinem Sieg gegen Brigitte Schäuble beim Bezirksparteitag der CDU Nordbaden in Sinsheim gesagt: „Die Frauen-Union ist aufgefordert nicht nur Personalideen zu bringen, sondern auch inhaltlich Punkte zu setzen. Politik für Frauen muss von Frauen kommen.“

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