Bringt viel Erfahrung mit: Cottbus’ Abwehrchef Marc Stein (li.) im DFB-Pokal-Duell gegen VfB-Stürmer Simon Terrodde. Foto: dpa

Er wäre nach dem Abstieg aus der dritten Liga gerne geblieben. Doch die Kickers ließen Marc Stein nach Cottbus ziehen. Nun gibt es Planspiele, den erfahrenen Verteidiger zurückzuholen. „Früher oder später werden meine Familie und ich unseren Lebensmittelpunkt wieder in Stuttgart haben“, sagt der 32-Jährige.

Stuttgart - Dass Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers ein erfahrener Abwehrspieler als Eckpfeiler und Führungsfigur in seiner jungen Mannschaft fehlt, ist ein offenes Geheimnis. Einer, der in dieses Anforderungsprofil optimal passt, ist Marc Stein. Die Blauen würden den 32-Jährigen auch lieber heute als morgen nach Degerloch zurückholen. Entsprechende Planspiele gibt es, der Kontakt ist nie ganz abgerissen. Und auch für Stein selbst steht fest, dass er „früher oder später nach Stuttgart zurückkehren“ wird, um hier mit seiner Familie seinen Lebensmittelpunkt zu haben.

Das Problem: Der Innenverteidiger steht bis zum 30. Juni 2019 bei Energie Cottbus unter Vertrag. Er ist beim ehemaligen Bundesligisten Stammspieler, Kapitän, engster Vertrauter von Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz – und er steht mit dem Nordost-Regionalligisten souverän mit zwölf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze, die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur dritten Liga am Ende der Saison ist sehr wahrscheinlich. „Ich bin erster Ansprechpartner des Trainers, wir stehen in einem sehr engen Austausch, und wir haben sportlichen Erfolg“, beschreibt Stein die aktuelle Lage.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann Stein mit seiner Familie ins Schwabenland zurückkehrt

Dass es ihn mit seiner Familie dennoch nach Stuttgart zurückzieht, hat hauptsächlich familiäre Gründe. Seine Ehefrau Julia stammt aus der Region und hat einen sehr guten Job in der Medienbranche in Stuttgart, derzeit ist sie wegen des 15 Monate alten Kindes in Elternzeit. Die Frage ist also nur, wann es wieder zurück ins Schwabenland geht. „Kurzfristig ist nicht wirklich etwas zu erwarten“, dämpft Stein Erwartungen an einen schnellen Transfer. Er weiß, dass es ein sensibles Thema ist. Dass er nach wie vor mit den Kickers fiebert, räumt er offen ein: „Ich verfolge die Entwicklung mit einem weinenden Auge. Es war schade, dass es 2016 nach drei Jahren auseinanderging.“ Die damalige Sportliche Leitung hatte nach dem Abstieg der Kickers kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit mit dem Abwehrspieler, der 102 Punktspiele (acht Tore) für die Kickers absolvierte.

Stein wäre gerne geblieben, auch eine Einbindung des ehemaligen Bundesligaspielers von Hertha BSC und von Hansa Rostock in den Jugendbereich der Blauen war angedacht. Ob die verpasste Chance nachgeholt wird? Kickers-Aufsichtsratschef Christian Dinkelacker sagt zumindest: „Ich war immer ein Anhänger von Marc Stein. Es war ein Kardinalfehler, ihn gehen zu lassen.“

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