Die Polizei achtet bei Verkehrskontrollen bereits auf die Diesel-Fahrverbote, die seit Jahersbeginn in Stuttgart gelten. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Die Junge Union Stuttgart kritisiert das Diesel-Fahrverbot und fordert weitere Ausnahmen. So sollen unter anderem Fahrrgemeinschaften vom Verbot ausgenommen werden.

Stuttgart - Die Junge Union (JU) Stuttgart kritisiert die Verkehrspolitik der Stadt und des Landes scharf. Grund für den Vorstoß ist das Dieselfahrverbot für Euro-4-Diesel und schlechter, das seit dem 1. Januar im Stadtgebiet gilt. Die Jungunionisten machen allerdings auch einen Vorschlag für weitere Ausnahmen.

„Wir fordern beispielsweise Autos mit mehr als einem Insassen vom Fahrverbot auszunehmen“, sagt der Stuttgarter JU-Vorsitzende Maximilian Mörseburg. Die emittierten Schadstoffe würden beim sogenannten Carpooling um mindestens 50 Prozent reduziert. Fahrverbote für Fahrgemeinschaften seien bei Euro-4-Dieseln demnach vollkommen unverhältnismäßig, so Mörseburg. Darüberhinaus geißelt der JU-Vorsitzende die Fahrverbote als „Ausdruck des Versagens grüner Verkehrspolitik“. Während die Stadt mit Euro-4-Dieseln weiterarbeite, würden Familien und Senioren die Kosten für einen Neuwagen aufgebürdet.

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