Ein Teil der Eingänge zum Bahnhof müsste vergrößert werden, wenn die Bahn die Fluchttreppenhäuser verschiebt Foto: Ingenhoven Architects

Die Bahn will die Fluchttreppenhäuser im Tiefbahnhof an die Enden der Bahnsteige verlegen. Das würde zu weiteren Änderungen führen.

Stuttgart - Die Bahn und der Architekt Christoph Ingenhoven wollen die bisherige Lage der Fluchttreppenhäuser im Tiefbahnhof ändern. Bei einer Verschiebung der insgesamt acht Treppenhäuser an die jeweiligen Enden der vier Bahnsteige würden allerdings weitere Umplanungen nötig.

Ingenhoven und der Stuttgart-21-Projektchef Manfred Leger hatten die Planungsvariante am Dienstag bestätigt. Laut Leger wird sie mit der Genehmigungsbehörde Eisenbahn-Bundesamt abgestimmt. Durch die Verschiebung müssten voraussichtlich die Ausgänge des Tiefbahnhofs an den Schmalseiten vergrößert werden. Die Fluchttreppenhäuser sollen nicht mehr wie bisher geplant mit im Brandfall automatisch öffnenden Klappen auf dem Bahnhofsdach enden, sondern an die Querstege über den Gleisen angebunden werden.

Die Ausgänge müssten eine höhere Zahl an Reisenden verkraften

Auf den insgesamt drei Stegen finden die Reisenden ihren Weg zu den Gleisen. Würden die Fluchttreppen an die Stege gekoppelt, müssten sie und die Ausgänge im Fall des Falles eine höhere Anzahl Reisender verkraften können. Dazu müsse dem Vernehmen nach vor allem der Ausgang in Richtung Staatsgalerie vergrößert werden.

Ein Projektsprecher äußerte sich am Freitag zu Umplanungen so: „Wir verfügen über ein genehmigtes Brandschutzkonzept. Zu möglichen Optimierungen äußern wir uns im Detail dann, wenn im Genehmigungsprozess Einvernehmen erzielt ist.“

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