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Zwei Projektgegner werfen den Bahn-Vorständen Rüdiger Grube und Volker Kefer Betrug vor.

Berlin/Stuttgart - Zwei Gegner des Projekts Stuttgart 21 haben am Montag in Berlin Strafanzeige gegen Bahn-Chef Rüdiger Grube und Technik-Vorstand Volker Kefer gestellt. Sie werfen den Managern die Straftatbestände Betrug und Untreue zum Schaden der Deutschen Bahn AG vor.

Die Anzeigeerstatter berufen sich unter anderem auf ein internes Papier der Staatssekretäre des Bundes im Bahn-Aufsichtsrat. Darin heißt es mit Bezug auf Wirtschaftsprüfer der Bahn, dass Grube und Kefer erstmals am 2. Juli 2012 von den Mehrkosten von bis zu 2,3 Milliarden Euro erfahren hätten. Kefer habe dies wegen der Verlängerung seines Vertrags im September 2012 verschwiegen, so die Anzeigeerstatter. Sie werfen Grube und Kefer zudem vor, sie hätten der Bahn durch weitere Vergaben von Bauarbeiten geschadet, weil das Kosten eines „absehbaren Ausstiegs“ erhöht habe.

Der fünfköpfige Vorstand der Deutschen Bahn AG hat am Dienstag bei seiner Sitzung die Grundzüge seiner künftigen Strategie zu Stuttgart 21 beschlossen. Dabei geht es insbesondere um den Umgang mit den Projektpartnern Land, Stadt und Region. Zu Inhalten und Ergebnissen der Gespräche werde man „definitiv nichts sagen“,erklärte ein Sprecher der Bahn am Dienstagabend im Anschluss an die Sitzung. Der Bahn-Aufsichtsrat wird sich am 5. März zur Sondersitzung zu S 21 treffen. Der Termin wurde am Dienstag in Berlin inoffiziell bestätigt.

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