Staatstheater-Lenker Detrich, Kosminski, Hendriks, Schoner (von links) Foto: Lichtgut/Piechowski

Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) sind neue Intendanten des Staatstheaters Stuttgart. Die „Stuttgarter Nachrichten“ bringen sie gemeinsam auf die Bühne – beim Treffpunkt Foyer-Abend am 25. Oktober um 19 Uhr im Hegelsaal der Liederhalle Stuttgart.

Stuttgart - „Ruhige Tage gibt es bei uns eigentlich sowieso nie“, sagt Marc-Oliver Hendriks. Seit 2009 lenkt er als Geschäftsführender Intendant das Staatstheater Stuttgart gleichberechtigt mit den Intendanten der Staatsoper, des Stuttgarter Balletts und des Schauspiels Stuttgart.

Neustart im größten Dreispartenhaus Europas

Und doch ist Hendriks in diesen Wochen besonders gefordert. Als Nachfolger von ­Jossi ­Wieler (Staatsoper Stuttgart), Reid Anderson (Stuttgarter Ballett) und Armin Petras (Schauspiel Stuttgart) verantworten seit Anfang September Viktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) als Intendanten einen künstlerischen Neustart im größten Dreispartenhaus Europas. Zeitgleich aber sorgt das „Jahrhundertprojekt“ (Ministerpräsident Winfried Kretschmann) der ­Sanierung des Opernhauses und Erweiterung des Staatstheater-Areals für ständiges Auf und Ab auf der Nachrichten-Autobahn.

Mehrere Jahre bleibt das Opernhaus gesperrt – Ausweichbühne notwendig

Im Mittelpunkt: die Frage eines möglichen Standorts für den Bau einer mehrjährigen Ausweichbühne für die Staatsoper und das Stuttgarter Ballett während der General­sanierung des Opernhauses sowie Flächen für die Werkstätten und die Verwaltung. Es geht um 1000 technische und 400 künstlerische Arbeitsplätze.

OB Kuhn plädiert für Standort bei den Wagenhallen

Die jüngste Wendung: Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn sieht – wie von unserer Zeitung berichtet – die Möglichkeit, beide Aufgaben auf einer künftig für Wohnbebauung vorgesehenen Fläche in Nachbarschaft des Veranstaltungs- und Kulturortes Wagenhallen lösen zu können.

Container City soll weichen – Kunstverein Wagenhalle protestiert

Lautstarken Protest gibt es jedoch auch schon – der Kunstverein Wagenhalle will die für die Zeit der Wagenhallen-Sanierung gebaute sogenannte Container City, auf jeden Fall aber dessen Fläche, gerne weiternutzen. Tritt nun gar (Wagenhallen-)Kultur gegen (Staatstheater-)Kultur an? „Auch für die Zukunft hat der Kunstverein Wagenhalle mit seinen Kulturschaffenden aus bildender und darstellender Kunst, Design und Architektur Ideen und Pläne für innovative ­Nutzungen des Kulturschutzgebiets Wagenhalle“, schreiben die Kunstvereinsvorstände Robin Bischoff, Pablo Wendel und Sylvia Winkler. Und: „Die Idee, die Interimsoper auf dem Gelände der Container City anzusiedeln, verdrängt das Potenzial, welches hier vorhanden ist.“

Treffpunkt Foyer bringt Staatstheater-Intendanten gemeinsam auf die Bühne

Nahezu punktgenau zum künstlerischen Neustart und der Sanierungsdiskussion bringt unsere Zeitung das Intendantenquartett des Staatstheaters gemeinsam auf die Bühne. Am 25. Oktober laden wir unsere Leserinnen und Leser zu einem besonderen Abend in unser Veranstaltungsreihe Treffpunkt Foyer ein. Im Hegelsaal der Liederhalle Stuttgart befragen wir Viktor Schoner, Tamas Detrich, Burkhard C. Kosminski und Marc-Oliver Hendriks nach ihren Schritten in die Zukunft der Kunstformen Oper, ­Ballett und Schauspiel und in die Zukunft des Staatstheaters Stuttgart an sich.

So können Sie dabei sein

Wie geht es weiter mit den Staatstheatern Stuttgart? Dies ist das Thema unseres nächsten Treffpunkt-Foyer-Abends. Am 25. Oktober bringen wir die neuen ­künst­lerischen Intendanten der Staatstheater StuttgartViktor Schoner (Oper), Tamas Detrich (Ballett) und Burkhard C. Kosminski (Schauspiel) – gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Intendanten Marc-Oliver Hendriks auf die Bühne des Hegelsaals der Liederhalle Stuttgart.

Oper, Ballett und Schauspiel mit Live-Auftritten

Die Frage der Sanierung des Opernhauses und der Erweiterung des Staatstheater-Areals um mindestens 10 600 Quadratmeter Nutzfläche bestimmt die Schlagzeilen auch unserer Zeitung. Aber was wäre ein Treffpunkt Foyer zum Staatstheater Stuttgart ohne künstlerische Beiträge? Oper, Ballett und Schauspiel präsentieren Ausschnitte aus aktuellen Produktionen.

Roman Novitzky signiert

Besondere Begabungen prägen die Kunst. Roman Novitzky ist Erster Solist des Stuttgarter Balletts, Choreograf – auch des beim Treffpunkt Foyer zu erlebenden Stücks „Under the Surface“ – und Fotograf. „Der tanzende Blick – Roman Novitzkys Stuttgarter Ballett“ (Edition Cantz, 16 Euro) heißt das erste Buch, beim Treffpunkt Foyer wird es präsentiert. ­Erworbene Exemplare signiert Roman Novitzky nach der Veranstaltung.

Anmeldung unter www.stn.de/foyer

Wie wollen sich die Staatsoper Stuttgart, das Stuttgarter Ballett und das Schauspiel Stuttgart künstlerisch entwickeln? Und wie das „Jahrhundertprojekt“ Sanierung des Opernhauses und Erweiterung des Staatstheaters-Areals mit einem mehrjährigen Interim für Oper, Ballett und Werkstätten bewältigen? Am 25. Oktober gibt es Antworten. Moderiert wird der Abend von Nikolai B. Forstbauer, Titelautor der „Stuttgarter Nachrichten“. Beginn ist um 19 Uhr (Einlass über den Eingang Hegelsaal) Der Eintritt ist kostenlos, eine Anmeldung notwendig – unter www.stn.de/foyer.

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