Hier erfahren Sie, welche Sternschnuppen heute im Juli 2024 am Nachthimmel zu sehen sind. Alle aktuellen Meteorströme im Überblick. Foto: Muskoka Stock Photos / Shutterstock.com

Momentan können 3 Metoerströme am Nachthimmel beobachtet werden. Alles Wichtige zu den aktuellen Sternschnuppen am Himmel erfahren Sie hier.

Wer nachts lange genug in den Himmel schaut, kann mit etwas Glück die eine oder andere Sternschnuppe erblicken. Die Lichtspuren, welche bereits nach Bruchteilen von Sekunden wieder vom Nachthimmel verschwinden, können an bestimmten Tagen im Jahr vermehrt beobachtet werden. Aber welche Sternschnuppen können heute beobachtet werden?

Sternschnuppen heute (Montag, 22. Juli 2024)
- Es gibt heute 3 aktive Meteorströme:

  • Südliche Delta-Aquariiden (12.07.2024 - 23.08.2024):
    • ZHR: 25
    • Maximum: Mittwoch, dem 31. Juli 2024
  • Alpha-Capricorniden (03.07.2024 - 15.08.2024):
    • ZHR: 5
    • Maximum: Mittwoch, dem 31. Juli 2024
  • Perseiden (17.07.2024 - 24.08.2024):
    • ZHR: 100
    • Maximum: Montag, dem 12. August 2024

Wann sind die nächsten Sternschnuppen zu sehen?

Fast das ganze Jahr über finden regelmäßig Meteorschauer statt. Viele von ihnen sind allerdings eher schwach oder variieren stark von Jahr zu Jahr, sodass nicht immer mit sichtbaren Sternschnuppen gerechnet werden kann. Die nächsten Termine sind:

  • Juli-Gamma-Draconiden (25.07.2024 - 31.07.2024):
    • ZHR: 5
    • Maximum: Sonntag, dem 28. Juli 2024
  • Eta-Eridaniden (31.07.2024 - 19.08.2024):
    • ZHR: 3
    • Maximum: Donnerstag, dem 08. August 2024
  • Kappa-Cygniden (03.08.2024 - 28.08.2024):
    • ZHR: 3
    • Maximum: Samstag, dem 17. August 2024

Wann können Sternschnuppen beobachtet werden?

Am besten können Sternschnuppen in den Nächten des Maximums (Höhepunkt) des jeweiligen Meteorstroms beobachtet werden. Die Zenithal Hourly Rate (kurz ZHR) verrät, wie viele Sternschnuppen ein Beobachter in diesen Nächten bei perfekten Bedingungen sehen könnte. Perfekte Bedingungen sind allerdings nur in der Theorie möglich, da der Himmel hierfür nicht nur absolut klar, sondern auch absolut dunkel sein muss (nur bei Neumond und außerhalb von Städten möglich). Außerdem muss der Radiant (Richtung, aus dem der jeweilige Meteorstrom kommt) direkt über dem Beobachter stehen. Dennoch gibt der ZHR-Wert eine gute Orientierung, wie intensiv ein Meteorstrom sein kein. Besonders stake Sternschnuppenschauer haben eine ZHR von etwa 100 und mehr.

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Perseiden-Sternschnuppennacht am 13. August 2023

Für viele ist die Sternschnuppenzeit im August ein ganz besonderes Ereignis. Dann sorgt nämlich der jährliche Perseiden-Meteorstrom für besonders viele Sternschnuppen. Über 100 Sternschnuppen pro Stunde sind in den stärksten Perseiden-Nächten keine Seltenheit. Die Zeiträume der Perseiden sind:

  • Gesamter Aktivitätszeitraum: 17. Juli bis 24. August 2024
  • ZHR: 100
  • Höhepunkt (Sternschnuppennacht): 12. - 13. August 2024

Aktiv sind die Perseiden zwar bereits ab dem 17. Juli, die stärkste Aktivität beginnt allerdings erst in den Tagen vor dem Höhepunkt am 12. August (1). Der Höhepunkt und die damit von vielen erwartete Sternschnuppennacht findet dann in der Nacht vom 11. auf den 12. August statt.

Wie entsteht der jährliche Perseiden-Meteorstrom?

Ausgelöst werden die Sternschnuppen-Schauer durch die Staubspur des Kometen 109P/Swift-Tuttle (2), welcher alle 133 Jahre durch unser Sonnensystem fliegt (zuletzt 1992) und dabei durch die Einwirkung der Sonne Materie in Form von Staub hinterlässt. Auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne durchquert die Erde dabei jedes Jahr die hinterlassene Staubspur, wodurch die Staubteilchen mit hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre treffen und dabei die Luftmoleküle zum Leuchten bringen.

Mondlicht heute (22.07.2024): 99 Prozent

Neben der städtischen Lichtverschmutzung kann auch das Mondlicht die Sicht auf Sternschnuppen trüben. Am besten lassen sich Sternschnuppen bei Neumond beobachten, denn dann ist der Mond komplett dunkel. Die heutige Mondphase ist abnehmender Halbmond. Die Helligkeit des Mondes liegt heute bei 99 %.

Wie entstehen Sternschnuppen?

Der fachliche Begriff lautet zwar Meteor, aber umgangssprachlich sind sie eher unter dem Namen Sternschnuppen bekannt. Sternschnuppen sind Staub- oder Gesteinsteilchen (mindestens eine Größe von etwa 1 Millimeter), die mit hoher Geschwindigkeit aus dem Weltall auf die Erdatmosphäre treffen und dort verdampfen bzw. verglühen. Das Leuchten entsteht, wenn sich einzelne Atome beginnen, vom Teilchen zu lösen, was dazu führt, dass sich eine heiße Gashülle bildet (1). Durch das Zusammenstoßen mit den Molekülen in der Luft werden die Atome des Gases ionisiert (Elektronen lösen sich). Wenn sich die Atome (in diesem Schritt Ionen genannt) anschließend wieder mit den Elektronen verbinden, entsteht das Leuchten der Sternschnuppen, was auch Rekombinationsleuchten genannt wird.

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Wie entstehen Meteorschauer?

Sternschnuppen treten oft gehäuft auf. Ist das der Fall, spricht man von Meteorschauern. Diese Sternschnuppen- bzw. Meteorströme treten auf, wenn die Erde bei ihrer Bahn um die Sonne in die Nähe einer Kometenbahn gelangt. Kometen verlieren durch die Wärme der Sonnen einen Teil Ihrer Masse in Form von Gas und Staubteilchen (Kometenschweif). Diese Teilchen verteilen sich über die Jahrtausende auf der Kometenbahn. Meteorschauer treten daher meist jährlich auf, da die Erde auf ihrer Umlaufbahn jedes Jahr erneut dieselben Materiewolken durchquert.