Das „schlechte Abschneiden“ der rechten Kandidaten freut Christian Hermes. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Stadtdekan Christian Hermes lobt die Stuttgarter, weil sie bei der OB-Wahl die „sozial-nationalistische AfD“ und die „Verquerdenker“ kaum unterstützten. Dem Sieger der Wahl gratuliert er.

Stuttgart - Der katholische Stadtdekan Christian Hermes ist zutiefst erfreut über das schlechte Abschneiden der „extremen Positionen“ und der „rechten Kandidaten“ bei der Stuttgarter OB-Wahl am Sonntag. „Dass schon im ersten Wahlgang am 8. November der Kandidat der sozial-nationalistischen AfD oder nun im zweiten Wahlgang der dubiose Michael Ballweg und seine Verquerdenker völlig abgeschlagen zurückgeblieben sind, ist ein gutes Zeichen für den gesunden Menschenverstand der Stuttgarterinnen und Stuttgarter“, erklärte Hermes in einer Pressemitteilung. Darin griff er mit „sozial-nationalistisch“ einen Begriff auf, der die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, vor wenigen Tagen veranlasst hatte, ein Interview abzubrechen.

Dem neugewählten OB Frank Nopper von der CDU gratulierte Hermes auch namens der Katholischen Kirche in Stuttgart. Er wünschte ihm eine glückliche Hand und Gottes Segen für das verantwortungsvolle Amt „in einer herausfordernden Zeit“. Nopper sei ein Profi der Kommunalpolitik und habe nun die Chance, die verschiedenen Anliegen und Richtungen in Stuttgart zu integrieren und die besten Ideen zum Wohle der Bürgerschaft mit dem Gemeinderat umzusetzen. Dabei hat Hermes besonders die „drängenden sozialen Fragen“ im Blick wie bezahlbare Wohnungen und fehlende Altenheimplätze. Da hoffe er auf Leidenschaft, Geschick und gute Ideen vom neuen OB, die die Stadt nach vorne bringen.

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