Die neue Stadtbahnhaltestelle Staatsgalerie der Stuttgarter Stadtbahn ist gerade einmal drei Jahre alt und muss nun in Teilen bereits saniert werden. Für die Fahrgäste verlängern sich dadurch die Wege – und das für sieben Wochen.
Die neue Haltestelle Staatsgalerie ist der ganze Stolz der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB). Die spektakulär geschwungene Konstruktion beim Planetarium hat sich der Stuttgart-21-Architekt Christoph Ingenhoven ausgedacht. Nicht zuletzt wegen dieser Personalie und wegen ihrer runden Formen wurde bei der Eröffnung des Nahverkehrshalt im September 2020 eine kühne Parallele gezogen: die Haltestelle sei so etwas wie der kleine Bruder der Bahnsteighalle von Stuttgart 21. Weil die Tunnel des Bahnprojekts den bisherigen Stadtbahnstrecken in die Quere kommen, musste die Haltestellestelle Staatsgalerie überhaupt erst neu gebaut werden.
Treppen sind undicht
Nun stellt sich heraus, dass Teile des Bauwerks bereits drei Jahre nach der Eröffnung einer Sanierung bedürfen. „Schon bald nach der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle Staatsgalerie gab es Abplatzungen im Bereich einiger Treppenstufen und Undichtigkeiten im Bereich der Treppenabgänge“, sagt die SSB-Sprecherin Birgit Kiefer. Wenn es stark regnete, sei Wasser in darunter liegende Hohlräume geflossen.
Betroffen von der Misere sind die beiden Zugänge auf der Seite des Innenministeriums. Zwei weitere Zugänge gibt es im südlichen Bereich in Richtung Gebhard-Müller-Platz. Zudem gibt es noch einen Interimszugang vom Planetarium her, der etwas umständlich im Zickzack den dortigen Höhenunterschied überwindet und nur einen der beiden Bahnsteige erschließt..
Wege zum Bahnhof werden länger
Die anstehenden Bauarbeiten an den betroffenen Eingängen bleiben nicht ohne Folgen für die Fahrgäste. Die Treppenanlagen sind vom kommenden Montag, 23. Oktober, für voraussichtlich sieben Wochen komplett gesperrt. Bei den SSB weist man darauf hin, „dass sich dadurch auch der Fußweg zwischen der Haltestelle Staatsgalerie und den Regional- und Ferngleisen am Hauptbahnhof um rund 150 Meter verlängert.“
Knapper Zeitplan
Die Zeit drängt, die Arbeiten könnten sich laut SSB bis Freitag, 8. Dezember hinziehen. In der Nacht zum 10. Dezember steht nicht nur der alljährliche Fahrplanwechsel an, sondern auch die Inbetriebnahme der letzten beiden Tunnelröhren zwischen Hauptbahnhof und Staatsgalerie, die wegen Stuttgart 21 neu gebaut werden mussten. Man haben „mit der Baufirma eine Sanierung vereinbart, welche in den kommenden Wochen zeitgleich an beiden Treppenläufen erfolgen wird“, sagt die SSB-Sprecherin.