Der Spitzenkandidat der Linkspartei bei den Landtagswahlen im Saarland: Oskar Lafontaine. Foto: dpa

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Oskar Lafontaine.

Stuttgart - Eine rote Socke ist heute ein Lifestyle-Accessoire des gepflegten Mannes. Man mag es signalrot oder ochsenblutrot um die Knöchel, um auch beim Sitzen ein wenig aufzufallen. Vor gar nicht langer Zeit galt eine rote Socke allerdings als abwertende Bezeichnung für eine Person, die sich politisch deutlich links orientiert hat. Für viele CDU-Wähler älteren Semesters ist Oskar Lafontaine wahrscheinlich immer noch eine rote Socke.

Das rutscht immer wieder

Was aber nicht okay ist. Denn Oskar Lafontaine, der als Spitzenkandidat für die Linkspartei bei der anstehenden Landtagswahl im Saarland ins Rennen geht, ist inzwischen eher eine rutschende als eine rote Socke. Bei einer Talkrunde griff der 72-Jährige kurz vor der Sendung beherzt unter den Hosensaum, was aber sinnlos war. Was einmal rutscht, das rutscht immer wieder. Wie bei so vielen Politikern, die sich gern mal in Gesprächsrunden im Fernsehen sitzend ihrem Volk präsentieren, lenken entblößte Unterschenkel von den Argumenten ab. Manchmal ist das auch in Ordnung so. Doch der Anblick käsigweißer, von Haarstoppeln verzierter Hautstreifen an Beinen älterer Politiker kann unter Umständen eine Gefahr für die Demokratie sein. Es heißt ja, das Aussehen der Kandidaten spiele bei Wahlen keine unwesentliche Rolle. Gewinner tragen Kniestrümpfe.

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