Angela Merkel bei ihrer Wiederwahl zur Kanzlerin. Foto: dpa

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stilcheck. Heute: Angela Merkel.

Stuttgart - Der Begriff „Power Dressing“ ist missverständlich. Die einen denken, es gehe dabei um Salatsoßen mit gesunden Nüssen und Speiseölen, die tonnenweise Omega-3-Fettsäuren enthalten, dass man damit ewig jung bleibt. Für die anderen ist es das Synonym für den Kleidungsstil der alten und neuen Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland.

Weiß trägt auf

Angela Merkel trägt normalerweise zu dunklen Hosen farblich auffällige Blazer, kragenlose Oberteile ohne Muster. Man könnte auch sagen: geschlechtsneutrale Uniformen. Merkels einfach gehaltene Garderobe strahlt Macht und Selbstbewusstsein aus. Für viele Frauen ist Angela Merkel deshalb auch in modischer Hinsicht ein Vorbild. Man kann sich aber auch wundern, weshalb man heute als erfolgreiche Frau lieber immer noch keine hohen Absätze oder Kleider tragen sollte, zumindest nicht hierzulande. Selbst bei der Ernennung und Vereidigung des neuen Kabinetts wich Merkel kaum von ihrer strengen Linie ab. Zur Feier des Tages gönnte sich die 63-Jährige mal einen weißen Blazer mit drei Knöpfen. Keine wirklich gute Wahl. Weiß trägt fast immer auf, vor allem, wenn man nicht allzu groß gewachsen ist.

Und in der Kombination mit der schwarzen Hose erinnert man, wenn’s gut läuft, an eine glückliche Braut, Fred Astaire oder Doktor Brinkmann, andernfalls an einen verirrten Kaiserpinguin.

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