Ulmer Donaustadion, Leichtathletik-Meisterschaften: Fitnesskur für den Dino Foto: Baumann

Das Spitzensportland Baden-Württemberg gönnt sich eine Fitnesskur. Überregional bedeutsame, aber veraltete Sportstätten werden mit Landeshilfe saniert. Bis zu 80 Millionen Euro sollen fließen.

Stuttgart - Bis ins Jahr 2007 gab es dafür einen Sondertopf, danach fiel er Sparmaßnahmen und neuen Finanzierungsmodellen zum Opfer: Jetzt soll er zumindest für kurze Zeit wieder gefüllt werden – mit bis zu 80 Millionen Euro. Überregional bedeutsame, aber veraltete Sportstätten werden saniert, um- oder neugebaut. Allen voran das Ulmer Donaustadion, das mit seiner Laufbahn künftig auch als Gastgeber für kleinere internationale Leichtathletik-Veranstaltungen fungieren soll. Nach dem Umbau des Stuttgarter Stadions zur reinen Fußballarena hat der Sport im Südwesten für die Kernsportart Leichtathletik ansonsten keine Wettkampfstätte mehr zu bieten, die sich um größere Sportfeste bewerben kann.

Bis zu 80 Millionen Euro könnten schon im Doppelhaushalt 2020/21 des Landes eingestellt werden, um die betroffenen Städte und Gemeinden zu unterstützen. Elf Positionen vermerkt der für den Spitzensport zuständige Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) auf einer Prioritätenliste, die unserer Zeitung vorliegt. Darunter Großsporthallen an den Handballstandorten Balingen-Weilstetten, Bietigheim und Metzingen. In Bad Cannstatt soll der Bau eines Sportbads unterstützt werden. Im Schwarzwald steht die Sanierung von Ski-Sprungschanzen in Schonach und Baiersbronn auf der Wunschliste. Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes (LSV), hält eine Vierschanzentournee der Frauen in Baden-Württemberg für möglich.

Die für den Sport zuständige Kultusministerin Susanne (CDU) hat ihre Unterstützung signalisiert: „Die Gespräche innerhalb der Regierungskoalition laufen bereits.“ Der Sport in Baden-Württemberg wird vom Land über den bis 2021 laufenden Solidarpakt mit jährlich 87,5 Millionen Euro bezuschusst. Doch darin sind Gelder für die genannten Sanierungs- und Neubauprojekte nicht vorgesehen.

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