Bürgermeister Roland Deh äußert sich zu den beiden Höhlengängern. Foto: Carola Fuchs

Die Rettungsaktion in der Falkensteiner Höhle ist in vollem Gange. Zwei Männer waren dort am Sonntag von den Wassermassen überrascht und eingeschlossen worden. Der Bürgermeister von Grabenstetten kritisiert die Leichtsinnigkeit der beiden.

Grabenstetten - Während die Rettungsaktion in der Falkensteiner Höhle in Grabenstetten noch läuft, wird bereits erste Kritik an den beiden Höhlengängern laut. Es handelt sich laut der Polizei um einen Höhlen-Guide aus der Region sowie einen Kunden. „Es hatte bereits zwei Tage geregnet. Von daher war es einen Dummheit, dort reinzugehen“, sagt Grabenstettens Bürgermeister Roland Deh am Montagmorgen. Kurz zuvor war einer der Eingeschlossenen gerettet worden. Der zweite Mann befindet sich nach wie vor in der „Reutlinger Halle“, einem der Hohlräume.

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art an dem beliebten Touristenziel auf der Schwäbischen Alb. „Zuletzt musste vor vier Jahren jemand gerettet werden. Seitdem hat die Gemeinde eine polizeiliche Verordnung erlassen, dass der Zutritt nur noch mit einer entsprechenden Versicherung genehmigt wird“, erklärt Deh. In diesem Fall hatte der Höhlen-Guide eine Erlaubnis. Dennoch solle nach der Rettungsaktion geprüft werden, ob die Männer leichtsinnig gehandelt haben.

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Der zweite Mann soll am Montagvormittag gerettet werden. Das Taucherteam wird dazu gewechselt. Zwei ausgeruhte Retter sind auf dem Weg zu dem Eingeschlossenen. Mit ihnen soll der Rettungsversuch im Anschluss gestartet werden. Gegen 11 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt, bei der es neue Informationen geben soll.

Steigende Wassermassen hatten zwei Höhlengängern in Baden-Württemberg am Sonntagabend den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Die beiden Männer saßen den Angaben zufolge etwa 650 Meter tief in der Falkensteiner Höhle zwischen Grabenstetten und Bad Urach fest.

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