Energydrinks kommen häufig in bunten Dosen – sind aber laut Experten nicht so gesund und unbedenklich, wie sie aussehen. Foto: dpa

Koffeinhaltige Getränke sind beliebt – vor allem bei Jugendlichen. Doch Experten von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Baden-Württemberg warnen vor Energydrinks – und haben einen besseren Rat.

Stuttgart - In den letzten Jahren wurden sie insbesondere bei Jugendlichen immer populärer – Energydrinks. Doch die koffeinhaltigen Muntermacher sind nicht ganz ungefährlich, schreiben unsere Autoren von der Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

Eine zu hohe Koffeinaufnahme kann speziell für Kinder und Jugendliche ein Risiko für die Gesundheit darstellen. Hier ist Zurückhaltung angesagt. In größeren Mengen können sie unruhig und nervös machen. Vor allem Kinder können auf Koffein mit Unruhe, Herz- und Pulsrasen, Schwindel, Erbrechen sowie Schlafstörungen reagieren. Für sie sind Energydrinks nicht geeignet. Auch Schwangere sollten aufgrund des erhöhten Koffeingehalts und weiterer Inhaltsstoffe, deren Wechselwirkungen nicht vollständig geklärt sind, auf Energydrinks verzichten.

Viele, die Energydrinks trinken, leiden an Schlafstörungen

Das Präventionsradar 18/19 – eine Befragung der Krankenkasse DAK von über 14 000 Schülerinnen und Schülern – untersuchte unter anderem den Konsum von Energydrinks. Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Befragten haben Energydrinks bereits probiert, Jungen konsumieren im Schnitt mehr als Mädchen, und der Konsum steigt mit dem Alter. Bei der Untersuchung von Korrelationen des Konsums mit Gesundheitsmerkmalen zeigte die Befragung, dass 63 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die täglich Energydrinks trinken, an Schlafstörungen leiden. Ein Viertel der Störungen kann auf eine spätere Einschlafzeit zurückgeführt werden.

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Wer also einen Konzentrationskick braucht, macht besser eine Pause, sorgt für frische Luft und etwas Bewegung und trinkt ein Glas Wasser. Häufig sind Müdigkeit und Kopfschmerzen schlicht eine Folge von Dehydrierung.

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