Sauberer Schnitt Foto: dpa

Himmelfahrt ist zwar schon ein paar Tage her. Aber der Vorgang, den unser Kolumnist KNITZ hier beschreibt, ist noch lang nicht verjährt.

Stuttgart - Bisher dachte KNITZ, am Himmelfahrtstag konkurrierten zwei Namen miteinander, der christlich-geprägte Begriff Himmelfahrt und der ­Vatertag. Seit vergangener Woche hegt er den Verdacht: Auch Rasenmähertag ist im Rennen.

KNITZ als Ohrenzeuge

KNITZ wurde Ohrenzeuge, wie ein junger Mann in einer Großen Kreisstadt am Himmelfahrtstag gegen 17 Uhr den Rasenmäher anwarf. Er tat’s nicht fernab der Zivilisation, also nicht auf einer Streuobstwiese unweit der Autobahn, sondern inmitten eines Wohngebiets.

Im ersten Moment glaubte KNITZ, seinen Ohren nicht trauen zu können. Vielleicht, dachte er, hat einer aus Testzwecken seinen Mäher angeworfen, weil er sich vergewissern will, dass die Maschine am darauffolgenden Brückentag auch anspringt. Nach einer Viertelstunde war klar, dass das kein Testlauf sein kann.

Schnitt happens

KNITZ spielte mit dem Gedanken, den Rasenmähermann zur Rede zu stellen. Aber dann beschloss er als Ortsfremder, den Vorgang nur zu verfolgen – mit dem Ergebnis, dass der junge Mann eine Stunde lang ungestört Grashalme köpfte. Jetzt fragt sich KNITZ: Ist die Nachbarschaft tolerant, eingeschüchtert oder einfach nur schwerhörig?

Wenn etwas schiefläuft, sagen die Amerikaner: Shit happens. In dem Fall würde Schnitt happens passen. Kaum war der Mäher verstummt, knatterten zwei Motorschirmflieger übers Haus.

Himmelfahrt mit Rasenmäher

Ein Gutes hatte das Geratter: KNITZ fiel ein alter Witz ein. Quizfrage: Was war die erste Motorradmarke der Welt? Antwort: Triumph. Denn in der Bibel, so geht die Pointe, steht, Jesus sei mit Triumph in den ­Himmel gefahren. Womöglich war’s auch ein Rasenmäher.

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