Der einstige Superstar Johnny Depp hat in letzter Zeit keine gute Figur gemacht. Foto: dpa

Abseits des roten Teppichs lauern Fettnäpfchen, manchmal sogar Abgründe. Wir spüren sie auf. Heute: schon wieder schlechte Nachrichten für den einstigen Superstar Johnny Depp – und einige andere Schauspieler, die mal gut waren.

Hollywood - Was für eine Schmach für Johnny Depp: zum zweiten Mal in Folge landet der 53-Jährige auf Platz eins der „Forbes“-Liste der überbezahltesten Hollywood-Schauspieler. Laut dem Magazin habe jeder in ihn gesteckte Dollar seiner letzten drei Filme an den Kino-Kassen nur 2,80 Dollar wieder eingespielt. Vor allem der letzte Film von Depp, „Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln“, floppte an den Kassen. Wenn man sich seine früheren Erfolge ins Gedächtnis ruft, kann man sich das schwer vorstellen. Egal, was Johnny Depp anpackte, es wurde zu Gold. „Edward mit den Scherenhänden“ (1990), „Fear and Loathing in Las Vegas“ (1998), „Blow“ (2000) oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ (2005) – in all diesen Filmen erspielte er sich den Rang des Verwegenen mit Tiefgang und Hang zum Fantastischen. Endgültigen Kult-Status erreichte er ab 2003 mit der „Fluch der Karibik“-Blockbusterreihe. Drei Mal wurde er für den Oscar nominiert, gewonnen hat er ihn nie.

Das Tief wird immer tiefer

Vielleicht auch ein Grund dafür, warum sich Johnny Depp so hängen lässt? Was man in letzter Zeit von ihm mitbekommen hat, war jedenfalls alles andere als rühmlich. Eher ziemlich kläglich. Seit Depps Trennung von Vanessa Paradis vor vier Jahren, scheint das Tief immer tiefer zu werden. Schlechte Haut, Augenringe, trüber Blick zeugen von Alkohol- und Drogenexzessen. Es folgten wirre Auftritte als Rockmusiker und schließlich die Schlammschlacht nach seiner Kurzzeit-Ehe mit Amber Heard, Gewaltvorwürfe inklusive – das ist Rock-’n’-Roll sagen Zyniker. Das ist ein Trauerspiel, sagen Fans.

Drücken wir also die Daumen für den im Mai 2017 anlaufenden fünften Teil von „Fluch der Karibik“. Vielleicht wächst Johnny Depp als durchgeknallter Captain Jack Sparrow noch einmal über sich hinaus und findet anschließend zurück zu seinem Charisma aus „Donnie Brasco“ (1997) oder „Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa“ (1993). In diesem grandiosen Streifen spielt er übrigens gemeinsam mit dem damals noch blutjungen Leonardo DiCaprio. Der hat ja bekanntlich auch jahrelang vergeblich auf seinen Oscar gewartet. Im Februar hat er ihn endlich bekommen. Hoffentlich ein Ansporn für Johnny Depp.

Wen das Forbes Magazine außerdem zu den überbezahlten Schauspielern zählt, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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