Vom VfB-Fan zum VfB-Präsidenten? Claus Vogt sammelt in seinem Büro VfB-Utensilien. Foto: Baumann

Er hat nicht nur ein erfolgreiches Unternehmen gegründet, sondern ebenso eine kommerzkritische Faninitiative ins Leben gerufen – nun will Claus Vogt den VfB Stuttgart in eine bessere Zukunft führen.

Stuttgart - Die Flagge ist schon lange gehisst. In Claus Vogts Garten, zuhause in Waldenbuch-Glashütte, flattert eine VfB-Fahne. In der „vierten Familiengeneration“ sei er Fan des Stuttgarter Fußball-Zweitligisten, betont Vogt gerne. Er selbst ist seit 1984 Vereinsmitglied, seit 2005 sind es seine drei Kinder und seit 2015 die gesamte Familie. Doch nun schickt sich der 50-Jährige an, seinen Lieblingsclub nicht nur auf den Zuschauerrängen zu unterstützen, sondern ihn womöglich zu führen.

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Der Firmengründer gilt dabei im persönlichen Umgang als Kumpeltyp. Gerne klopft Vogt seinem Gegenüber auf die Schulter, scherzt und ist stets um eine lockere Gesprächsatmosphäre bemüht. Doch als Inhaber eines international tätigen Facility-Management-Unternehmens (Intesia Group Holding) kann er auch beruflichen Erfolg nachweisen. Maschinenbau und Umweltschutztechnik hat Vogt studiert, und in seinem Werdegang werden weitere Tätigkeiten beim Haniel Konzern und der Metro Group aufgeführt. Das alles sind die Fähigkeiten und Erfahrungen, die der Präsidentschaftskandidat aus seinem Berufsleben mitbringt.

Rainer Adrion als Unterstützer

Anfang 2017 gründete Vogt aber auch den FC Play Fair! – „einen Verein für Integrität im Profifußball“. Durch diese Initiative gilt er als Fan-nah, da sich der FC Fair Play! kritisch mit den Auswüchsen der Kommerzialisierung auseinandersetzt. Diese Entwicklung stört viele Anhänger, auch beim VfB. Dennoch steht Vogt nicht dafür, dass er die Ausgliederung der Profiabteilung zurücknehmen will. Auch er weiß, wie wichtig es ist, Geld einzunehmen – um es gezielt wieder einsetzen zu können. Im sportlichen Bereich kann Vogt auf die Unterstützung des früheren Spielers und Trainers Rainer Adrion setzen.

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