Die Museen und Galerien sind bis auf Weiteres geschlossen – doch auch in der freien Natur kann man Kunstwerke entdecken. Der Waiblinger Künstler und Fotograf Jo Hinko hat eine Bilderserie imposanter Bäume aus der Region zusammen gestellt.
Stuttgart/ Waiblingen - „Überlebensbäume“ nennt der Waiblinger Fotograf Jo Hinko seine Objekte. Ihn faszinieren alte Bäume, die trotz Schädigungen weiter leben – wie die Eiche auf dem Foto im Rosensteinpark (siehe Bildergalerie). Sein Lieblingsbaum sieht aus wie eine von der Natur geschaffene Skulptur: der Stamm einer vom Sturm geschädigten Zerreiche, der unübersehbar quer auf der Wiese im Rosensteinpark liegt – beinahe wie ein Tier in Hab-Acht-Stellung sieht das aus.
Eine riesige, frei stehende Kunst-Installation
„Bei meinen Streifzügen ist mir bewusst geworden, wie kunstvoll die Natur die Dinge arrangiert“, sagt der Künstler Jo Hinko. So sieht er in der Trompetenbaum-Landschaft auf der Insel Mainau eine riesige, frei stehende Kunst-Installation. Beeindruckt ist Hinko auch von der Anstrengung, die Baumlandschaft an der Lichtentaler Allee neben dem Burda-Museum in Baden-Baden mithilfe von Eisenstangen und Gittern zu stützen. „Sie wird so zu einer einzigartigen Skulpturen-Landschaft.“ Andernfalls wären die maroden Bäume längst in sich zusammen gefallen.
Jo Hinko möchte die Menschen dazu animieren, sich die natürlichen Kunstwerke aus nächster Nähe anzuschauen: „Gerade jetzt in der Coronakrise sind die unmittelbare Umgebung und die Natur die Hauptbezugspunkte vieler Menschen. Wälder, Parks und Wiesen sind zu einer Art Open-Air-Galerie geworden.“