Klaas Heufer-Umlauf sammelt Geld für Rettungsschiffe. Foto: ProSieben

Der Moderator von „Late Night Berlin“ hat sich, wie schon sein Kollege Jan Böhmermann, in einem Video an die Öffentlichkeit gewandt. Er will mit seiner Aktion Geld für neue Rettungsschiffe sammeln.

Dresden/Berlin/Stuttgart - Auch der Fernsehmoderator Klaas Heufer-Umlauf sammelt Geld für private Rettungsorganisationen im Mittelmeer. Mit dem Geld sollen Schiffe für die Seenotrettung gechartert werden. Bis Montagvormittag wurden über die Internetplattform leetchi.com bereits über 137.000 Euro gespendet.

In seinem Videoaufruf sagte Heufer-Umlauf, es gehe darum „ein Zeichen zu setzen“ und „wieder raus zu fahren und weiterhin Menschen zu retten, weil – was soll daran illegal sein?“. Er selbst habe bereits für diesen Zweck gespendet, sagte der Moderator. Dem Beispiel könne, wer es möchte, folgen.

Die Aktion läuft in den sozialen Netzwerken unter dem dem Hashtag #civilfleet (auf deutsch: Zivillistenflotte). Auch eine eigene Internet-Seite hat die Kampagne bereits. „Wir nehmen nicht hin, dass Rettungsschiffe blockiert werden, während auf dem Mittelmeer Menschen sterben“, steht es dort im Namen von Heufer-Umlauf.

„Wir wollen mindestens ein Schiff chartern, das Menschen rettet oder die Situation vor Ort dokumentiert. Und wir unterstützen die Seenotrettungs-NGOs, die auf Malta festsitzen. Damit zeigen wir, dass wir es nicht einfach hinnehmen, dass Menschen in Not nicht geholfen wird. Wer glaubt, dass Menschenrechte nicht mehr zu achten sind, hat nicht mit uns gerechnet. Jetzt retten wir!“

Auf Twitter haben viele Nutzer ihre Unterstützung für die Kampagne ausgedrückt:

Doch es gibt auch Kritik:

Es ist bereits die zweite prominente Spendeaktion für Seenotrettung in kurzer Zeit. Auch der Fernsehmoderator Jan Böhmermanm hat eine Spendekampagne für die Dresdner Seenotretter „Mission Lifeline“ gestartet. Bisher wurden dabei mehr als 197.600 Euro gesammelt.

Das Geld soll zugunsten der Dresdner Seenotretter „Mission Lifeline“ gespendet werden, um Prozesskosten in Malta zu decken. Dort steht der deutsche Kapitän des Rettungsschiffs „Lifeline“, Claus-Peter Reisch, vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, sein Schiff falsch registriert und infolgedessen widerrechtlich in internationalen Gewässern gefahren zu haben. Das in den Niederlanden zugelassene Schiff wurde von den maltesischen Behörden beschlagnahmt. Zuvor hatte die „Lifeline“ mit 234 vor der libyschen Küste geretteten Flüchtlingen an Bord erst nach einer mehrtägigen Odyssee die Erlaubnis zum Einlaufen in den Hafen von Malta erhalten.

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