Mittlerweile ist die alte Küche der Filderhalle abgerissen. Foto: Natalie Kanter

Die Filderhalle in Leinfelden soll neue Räume und eine moderne Küche bekommen. Der Rohbau aber kann nicht – wie ursprünglich geplant – bis zum Winter fertiggestellt werden. Die Stadt gibt Auskunft, weshalb.

Leinfelden - Der Abrissbagger hat ganze Arbeit geleistet. Von der alten Küche der Filderhalle sind nur noch ein paar Gesteinsbrocken übrig. Davon können sich Spaziergänger in Leinfelden vom Stadtpark aus ein Bild machen. Eine moderne Küche soll dort entstehen. Drei multifunktionale Räume werden errichtet. Unternehmen können diese dann für Tagungen und Seminare nutzen. Es soll künftig auch reichlich Platz für Familienfeiern geben. Bis zum Sommer 2018 sollte das neue Tagungszentrum Filderhalle eigentlich fertig werden. Ob der Termin zu halten ist, ist unklar.

Die Bauarbeiten sind vier Monate hinter Plan

Geschäftsführer Nils Jakoby geht mittlerweile eher von Herbst 2018 aus. Bis zum Wintereinbruch sollte ursprünglich der Rohbau des neuen Traktes samt Dach stehen. „Das werden wir nicht schaffen“, sagt Bürgermeisterin Eva Noller. Die Stadtverwaltung wolle mit diesen Arbeiten zwar noch beginnen. Das, was man nun aber noch baue, müsse man auch gut schützen können, wenn der Winter kommt.

Die Bauarbeiten sind in Verzug geraten, noch bevor sie richtig starten konnten. Man hinkt vier Monate hinter dem Plan her. Das hat laut Noller zum einem mit der derzeit guten wirtschaftlichen Lage zu tun. „Die Betriebe sind stark ausgelastet“, sagt sie. Keine der Ausschreibungen sei zufriedenstellend verlaufen. Angebote seien ausgeblieben, fehlerhaft oder nicht erschwinglich gewesen. Mehrere Gewerke mussten mehrfach ausgeschrieben werden.

Der Stadtverwaltung stand Bürokratie im Wege

Als anderen Grund nennt die Dezernatsleiterin die „Überregulierung solcher Verfahren“. Die Stadt als Bauherrin musste, um eine Freigabe für den Abriss zu erhalten, ein Lärmgutachten vorweisen – mit sämtlichen technischen Daten vom noch nicht beauftragten Unternehmen. „Da beißt sich für uns die Katze in den Schwanz, denn wir brauchen die Genehmigung des Baurechtsamtes, um ausschreiben zu dürfen“, sagt Noller. Unter Strich hat es die Verwaltung viel Zeit gekostet, ein geeignetes Abbruch-Unternehmen zu finden.

Noch muss die Filderhalle aufgrund des Zeitverzugs nicht mit Einnahmeausfällen rechnen. „Wir haben bei der Terminvergabe einen zeitlichen Puffer eingebaut“, sagt Jakoby. Gekocht wird derzeit in einer Interimsküche, die auf dem Gehweg vor der Halle steht. Weil der Weg von dieser Küche zu den Gästen weiter ist, braucht man laut Jakoby mehr Personal. Die Qualität des Essens, welches das Kongress- und Tagungszentrum mittlerweile durch eigene Köche zubereiten lässt, sei gut. „Wir kochen mit regionalen Produkten“, sagt der Geschäftsführer.

Baustelle im Netz

Noch in diesem Herbst schaltet die Filderhalle unter www.filder­halle.de eine Kamera frei, über welche Interessierte die Baustelle beobachten können.

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