Lebensmittelskandal in China Eselburger mit Pferdefleisch versetzt

Von red/AFP 

Nahrungsmittelinspektoren versiegeln eine Maschine, mit der gefälschtes Eselburgerfleisch hergestellt worden ist. Foto: AFP
Nahrungsmittelinspektoren versiegeln eine Maschine, mit der gefälschtes Eselburgerfleisch hergestellt worden ist. Foto: AFP

In China sorgt ein Lebensmittelskandal der besonderen Art für Aufregung: Konsumenten sind empört, weil sogenannten Eselburgern Pferdefleisch zugesetzt worden war.

Schanghai - Ein Burger mit Eselfleisch gilt in China als große Delikatesse - nun haben Lebensmittelkontrolleure einen großangelegten Betrug mit der Leibspeise vieler Bürger aufgedeckt. Statt mit Eselfleisch seien Restaurants im ganzen Land, aber vor allem in der Hauptstadt Peking, mit billigerem Pferde-, Schweine- oder Maultierfleisch beliefert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

Hergestellt wurde es in der nördlichen Provinz Hebei. In der dort gelegenen Stadt Hejian, heimliche Hauptstadt des Eselburgers, fand demnach am Montag ein Krisentreffen der Behörden statt. Es wurden Ermittlungen eingeleitet. Den Produzenten des gefälschten Eselfleischs wurden drastische Strafen angedroht.

Das Fleisch für die Delikatesse wird geschmort, dann zerpflückt und in Brot eingerollt. Besonders beliebt ist der Eselburger im Norden Chinas. Dort gibt es sogar ein Sprichwort: „Im Himmel gibt es Drachenfleisch, auf der Erde gibt es Eselfleisch.“

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