Vor drei Jahren hatte giftiges Löschwasser ein großes Fischsterben in der Jagst ausgelöst. Foto: dpa

Dutzende tote Fische sind in den vergangenen Tagen in der Jagst entdeckt worden. Der Grund ist wohl Sauerstoffmangel wegen explosionsartig vermehrter Algen.

Jagsthausen - Sauerstoffmangel im Wasser hat ein Fischsterben in der Jagst bei Jagsthausen (Kreis Heilbronn) ausgelöst. Wie ein Sprecher der Polizei am Montag sagte, ist der Sauerstoffmangel der vergangenen Tagen auf die „explosionsartige“ Bildung von Algen zurückzuführen, die dem Fluss Sauerstoff entzogen hätten. Zur Bildung der Algen habe die rasche Erwärmung der Jagst geführt. Mehr als 100 tote Fische waren in den vergangenen Tagen bei Jagsthausen entdeckt worden.

Spezialisten für Umweltdelikte hatten die Ermittlungen aufgenommen. Mitglieder eines Fischvereins hatten die leblosen Tiere - darunter einen Karpfen, eine Forelle, 18 Nasen und fast 90 Döbel - entdeckt. Der Fluss führe aktuell Niedrigwasser, was ebenfalls Stress bei den Tieren auslöse, sagte der Polizeisprecher.

Vor drei Jahren war es ebenfalls zu einem massiven Fischsterben in der Jagst gekommen. Der Grund damals ist vergiftetes Löschwassergewesen.

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