Filip Kostic will dem Hamburger SV lieber heute als morgen den Rücken kehren. Foto: dpa

Der serbische Nationalspieler Filip Kostic, früher beim VfB Stuttgart, fehlt beim 3:0-Auswärtssieg des Absteigers Hamburger SV in der zweiten Liga beim SV Sandhausen. Die VfB-Leihgabe Orel Mangala zeigt dagegen vollen Einsatz – und bekommt ein großes Lob.

Sandhausen - Der Hamburger SV hat Geschichte geschrieben. Denn der Absteiger hat mit dem 3:0 beim SV Sandhausen am Sonntag erstmals ein Spiel in der Zweiten Fußball-Bundesliga gewonnen. Orel Mangala, die Leihgabe vom VfB Stuttgart, spielte dabei von Anfang an und überzeugte. Dafür bekam der 20-jährige Belgier Lob von HSV-Trainer Christian Titz („Orel hat unserem Spiel sehr gut getan“) und auch von HSV-Sportvorstand Ralf Becker: „Orel hat ein sehr gutes Zweikampfverhalten und eine hohe Spielintelligenz. Er versteht es vor allem, unser Spiel zu beruhigen.“

Filip Kostic fehlte dagegen in Sandhausen. Der ehemalige VfB-Profi schreibt seine eigene Geschichte – und darin will er der zweiten Liga kein Kapitel widmen. „Wir hätten Filip sehr gerne mitgenommen, aber er hat uns gesagt, dass er andere Pläne hat“, sagte Ralf Becker dem „Hamburger Abendblatt“: „Wir können nur diejenigen mitnehmen, die für den HSV Gas geben wollen. Filip sagte uns, dass das für ihn gerade nicht möglich ist. Das macht dann für uns aber keinen Sinn.“

2016 war Filip Kostic in Stuttgart in der gleichen Situation

Filip Kostic liebäugelt mit einem Abgang nach dem Abstieg – so wie vor zwei Jahren. Damals wechselte der serbische Nationalspieler nach einigem Hin und Her für eine Ablösesumme von 14 Millionen Euro vom abgestiegenen VfB Stuttgart nach Hamburg, wo er einen Vertrag bis 2021 unterschrieb.

Jetzt will er abermals weg, abermals zieht sich die Sache hin, wobei der 25-Jährige sich innerlich offenbar schon verabschiedet hat und ihm auch keine Steine in den Weg gelegt werden. „Wir tun alle gut daran, wenn das Thema bald gelöst wird“, sagte Ralf Becker.

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