Der Koch Sören Anders ist vom Restaurantführer "Gault Millau" zum Aufsteiger des Jahres in Baden-Würtemberg gekürt worden. Foto: dpa

Er kocht im "Anders auf dem Turmberg" und ist Baden-Württembergs aufsteigender Stern am Restauranthimmel: der 27-jährige Karlsruher Koch Sören Anders. An Harald Wohlfahrt aus Baiersbronn kommt laut Gault Millau allerdings auch er nicht ran.

Er kocht im "Anders auf dem Turmberg" und ist Baden-Württembergs aufsteigender Stern am Restauranthimmel: der 27-jährige Karlsruher Koch Sören Anders. An Harald Wohlfahrt aus Baiersbronn kommt laut Gault Millau allerdings auch er nicht ran.

Karlsruhe/Baiersbronn - Der Karlsruher Koch Sören Anders ist vom Restaurantführer „Gault Millau“ zum Aufsteiger des kommenden Jahres in Baden-Württemberg gekürt worden. Der 27 Jahre alte Koch des „Anders auf dem Turmberg“ bekommt in der am Montag vorgestellten Ausgabe des „Gault Millau Deutschland 2014“ 17 von 20 möglichen Punkten, die für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung“ stehen. Der beste Koch im Ländle ist mit 19,5 Punkten unangefochten - seit 24 Jahren - Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“, gefolgt von Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ (beide Baiersbronn).

Die Tester bewerten 176 Restaurants in Baden-Württemberg. 160 Küchenchefs haben sie mit einer oder mehreren Kochmützen ausgezeichnet, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt.

Anders für „vielfältiges Repertoire“ gelobt

Der Karlsruher Koch Anders begeisterte die Gourmet-Tester mit einem „vielfältigen Repertoire“ und mit Gerichten wie „die sorgsam mit Kirschgelee beglänzte Gänseleber als Block und Roulade mit Gänselebereis, Kirschen, Mandeln, Mandelmilch und Amarettini-Bröseln“. Weil der junge Koch in seinem Restaurant „sympathisch und bescheiden“ sei, verziehen ihm die Kritiker auch einen „Hang zur Großspurigkeit“ bei öffentlichen Auftritten.

Wohlfahrt gehen auch nach 33 Jahren die Ideen nicht aus

Dem Besten in der kulinarischen Hitparade, Wohlfahrt, gehen aus Sicht der Kritiker auch nach 33 Jahren am Herd der „Schwarzwaldstube“ die Ideen nicht aus. Er habe regelmäßig mehr neue Speisen auf der Karte als die meisten jüngeren Spitzen-Kollegen. Zu den „denkwürdigen Gerichten“ der Saison zähle die „geschmeidig-intensive Panna cotta vom Hummer“. Dafür bekam Wohlfahrt 19,5 Punkte - die höchste vergebene Note, die bundesweit nur drei weitere Köche erhalten haben.

Den zweiten Rang sichert sich wieder Claus-Peter Lumpp, der sich aus Sicht der Kritiker „im Sinne des Gastes immer öfter auf das beschränkt, was er für das Wesentliche hält: eine Küche des reinen Wohlgeschmacks“. Unter anderem für Gerichte wie seinen „Loup de mer in kross-knuspriger Haut“ bekam er 19 Punkte.

Den beiden Spitzenköchen folgen mit je 18 Punkten Juan Amador vom „Amador“ in Mannheim und Josef Bauer vom „Landgasthof Adler“ in Rosenberg. Auf 16 Punkte und damit in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird, verbessern sich Adolf und Axel Frey von der „Rebstock-Stube“ in Denzlingen, Christian Baur vom „Wilden Ritter“ in Durbach, sowie Hansjörg Wöhrle vom „Adler“ in Weil. Dieselbe Note bekommt auf Anhieb Peter Hagen vom neu eröffneten „Ammolite“ in Rust.

Am Donnerstag hatte der „Michelin“-Führer Noten vergeben: Demnach ist Jörg Sackmann der Aufsteiger unter den Südwest-Sterneköchen. Der 52-jährige Baiersbronner erhielt erstmals zwei Sterne und ist damit einer von vier Köchen in Baden-Württemberg in dieser Kategorie.

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