Ginge es nach den Antragsteller könnte man am Charlottenplatz bald Trinkwasser abfüllen. Foto: Leif Piechowski

Beim Gemeinderat ging eine Forderung für Wasserspender an den Haltestellen Rathaus, Rotebühlplatz und Charlottenplatz ein. Die Antragsteller sehen dringenden Handlungsbedarf, denn im Kessel werde es immer heißer.

Stuttgart - Bereits 2017 erreichte den Gemeinderat ein Antrag der Fraktion SÖS-Linke-Plus mit der Forderung „öffentliche und kostenlose Trinkstellen an stark frequentierten Orten im öffentlichen Raum“ bereitzustellen. Unlängst haben Stadträtinnen und Stadträte der „FrAKTION“ – ein Zusammenschluss aus Linke, SÖS, Piraten und der Tierschutzpartei – die Forderung erneuert. Man sehe dringenden Handlungsbedarf.

Stuttgart leidet unter Hitzestress“ lautet die Begründung der Fraktion für den Antrag. Im Schreiben wird eine Studie des deutschen Wetterdienstes (DWD) angeführt. Demnach soll es im extremsten Fall im Stuttgarter Talkessel bis 2050 doppelt so viele Hitzetage geben wie heute. Konkret: An etwa 60 Tagen steigt die gefühlte Temperatur mindestens drei Stunden lang auf über 32 Grad Celsius. Um möglichen Schäden wie Dehydrierung, Hitzschlag oder Herz- und Kreislauferkrankungen vorzubeugen, wollen die Antragsteller die Wasserversorgung mithilfe von Trinkwassersäulen ausbauen.

Unterirdische Stationen besonders gut geeignet

Die konkrete Forderung fällt noch recht bescheiden aus. Wie aus dem Antrag hervorgeht, werden „drei dauerhafte Wasserspender an geeigneten unterirdischen Stadtbahn-Haltepunkten/-Passagen“ als Pilotanlagen gewünscht. Auch einen Vorschlag für die Einsatzorte liefert das Bündnis mit: Rathaus, Rotebühlplatz und Charlottenplatz.

Diese Haltstellen eignen sich aus Sicht der Fraktion besonders gut, denn aufgrund der bereits existierenden Betriebstoiletten der SSB bestehe bereits ein Wasseranschluss, zudem hielten sich dort viele Menschen auf.

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Trinkwasserbrunnen helfen bereits gegen Durst

Zwar gibt es in Stuttgart laut Informationen der Stadt über 250 Brunnen, aber aus denen sprudelt Trinkwasser nur vereinzelt. Gegen den Durst helfen einige Mineralwasserbrunnen, zum Beispiel der Schiffmannbrunnen in der Nähe des Bad Cannstatter Wilhelmsplatz.

An den Stadtbahnhaltestellen sucht man die Trinkwasserstellen vergebens. Ob der Antrag der Fraktion das ändern wird, ist noch unklar. Bislang gab es noch keine Antwort des Gemeinderats.

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