Ein komplizierter Fall, der sich an der Filderklinik zugetragen hat, ist nach drei Monaten geklärt. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die persönlichen Dinge einer Notfall-Patientin in der Filderklinik waren im April nicht mehr aufzufinden. Nun gibt es gute Neuigkeiten: Die Sachen sind wieder da. Kosten sind allerdings trotzdem entstanden.

Filderstadt - Sie hätte nicht mehr damit gerechnet. Doch nun kam der Anruf aus der Filderklinik: Der Rucksack mit all ihren persönlichen Dingen ist wieder da. Wie berichtet, hatte eine 60-Jährige aus Filderstadt beklagt, dass ihre Sachen verschwunden waren, nachdem sie am 9. April dieses Jahres als Notfall-Patientin in die Klinik eingeliefert worden war. Niemand konnte ihr sagen, wo ihr Rucksack und eine Kleidertasche abgeblieben waren. Die Frau zeigte sich sehr erschüttert, hatte sie sich doch in die Obhut der Filderklinik begeben. Eine Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei wegen Diebstahls ist ohne Erfolg geblieben.

Die Frau berichtete, dass es sie rund 2000 Euro gekostet habe, sich alles neu zu besorgen: Autoschlüssel, Ausweise, Handy und so weiter. Von der Filderklinik hatte sie sich zunächst allein gelassen gefühlt, weil diese nicht auf ihre Schreiben reagiert habe. Die Klinik wiederum hatte unserer Zeitung gegenüber darauf verwiesen, dass ein solcher Verlust eine zeitintensive Recherche und Gespräche mit dem Versicherer nach sich ziehe.

Und wer trägt die trotzdem entstandenen Kosten?

Nach drei Monaten ist der verschwundene Rucksack also wieder aufgetaucht. „Aber die Kosten sind mit ja trotzdem entstanden“, sagt die Filderstädterin. Zunächst war nämlich unklar, ob sie darauf sitzen bleibt – oder Hilfe von der Filder­klinik bekommt.

Die Filderklinik will sich offenbar mit der Frau einigen. Der Rucksack sei in einem Schrank auf der chirurgischen Station gefunden worden, sagt eine Sprecherin der Klinik. „Wie bereits erwähnt, gibt es in unserem Haus standardisierte Prozesse, wie wir mit Patientengepäck verfahren“, sagt die Sprecherin. „Wir ergründen aktuell, weshalb diese im besagten Fall nicht gegriffen haben.“ Klar sei, dass die Versicherung informiert sei, „damit der Schaden, welcher der Patientin entstanden ist, entsprechend abgewickelt wird“, so die Sprecherin.

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