Der Nahverkehr kann attraktiver werden, wenn das Tarifgefüge stimmt, sagen die Rathauschefs. Foto: dpa

Das neue Tarifsystem des Verkehrsverbunds Stuttgart soll übersichtlicher werden. Die Oberbürgermeister der drei Großen Kreisstädte auf den Fildern fordern eine Tarifzone zwischen Esslingen und Leinfelden-Echterdingen.

Ostfildern/Filderstadt/Leinfelden-Echterdingen - Die Oberbürgermeister der Großen Kreisstädte Filderstadt, Leinfelden-Echterdingen und Ostfildern begrüßen die Verschlankung des Tarifsystems im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS). In einer gemeinsamen Pressemitteilung rufen sie die Beteiligten auf, sich ihrer Verantwortung bei der Gestaltung des Tarifs 2020 bewusst zu sein und „alle Optionen auszuschöpfen, um einen einfachen und zukunftsorientierten Tarif zu entwickeln“.

Dieser müsse auch für die äußeren Zonenbereiche noch attraktiv sein. Durch die in der Diskussion stehende Umstellung auf ein reines Ringsystem könnte eine einheitliche Zone von Esslingen über Ostfildern und Filderstadt bis nach Leinfelden-Echterdingen entstehen. In der von Roland Klenk (Leinfelden-Echterdingen/CDU), Christoph Traub (Filderstadt/CDU) und Christof Bolay (Ostfildern/SPD) gemeinsam unterzeichneten Erklärung wird die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs als unerlässlich für den Erhalt der Attraktivität der drei Städte bezeichnet. Nur wenn Bus und Schiene ihre wichtige Rolle als Basisangebot der Mobilität wahrnehmen könnten, sei in der verdichteten Region ein Wachstum möglich. Nach Einschätzung der drei Rathauschefs könnte ein Tarifringschluss von den Fildern ins Neckartal und umgekehrt zudem eine Symbolkraft für weitere Projekte des Öffentlichen Nahverkehrs haben.

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