Will die Partnerschaft mit dem indischen Bundesstaat Maharashtra stärken und stellt der baden-württembergischen Repräsentanz mehr Geld zur Verfügung: Ministerpräsident Kretschmann, hier in Mumbai. Foto: dpa

Baden-Württemberg ist ein Exportland. Dass Unternehmen aus dem Südwesten auch Märkte mit großem Potenzial erschließen können, stärkt die Landesregierung jetzt seine Repräsentanzen in Asien und Südamerika.

Stuttgart - Um politische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Beziehungen in den asiatischen und südamerikanischen Partnerregionen von Baden-Württemberg zu stärken, baut das Land seine Auslandsbüros aus. Die grün-schwarze Landesregierung stellt dafür künftig 550 000 Euro pro Jahr zur Verfügung – das sind 250 000 Euro mehr als bisher. Für das Innovationsland Baden-Württemberg sei die internationale Vernetzung „von besonderer Bedeutung“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) unserer Zeitung. Mit ihrer Arbeit vor Ort leisteten die Repräsentanten des Landes hierfür „einen wichtigen Beitrag“.

Sie helfen dabei Firmen von hier beim Markteintritt in einem für das jeweilige Unternehmen neuen Land, vertreten Baden-Württemberg bei Veranstaltungen und organisieren Events, um die in Partnerprovinzen tätigen baden-württembergischen Firmen miteinander zu verknüpfen. „Die Repräsentanzen haben einen Mehrwert für unsere Unternehmen geschaffen“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) unserer Zeitung. Es habe sich gezeigt, dass ein dauerhafter Ansprechpartner vor Ort wichtig sei, um Kontakte zu Regierungen, Verbänden und Unternehmen zu pflegen und das nötige Vertrauen aufzubauen.

Hoffmeister-Kraut: Mehrwert für Unternehmen

Aus den zusätzlichen Mitteln entsteht in Japan eine neue Repräsentanz: in Yokohama, der Hauptstadt der Partnerprovinz Kanagawa. Japan sei nach China und Südkorea der wichtigste Handelspartner in Asien, begründet das Wirtschaftsressort die Standortwahl. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Gründung. Um ihre Tätigkeiten ausweiten zu können, erhalten auch die Repräsentanzen in Nanjing (China), Curitiba (Brasilien) und Pune (Indien) mehr Geld. Das Büro in Curitiba etwa soll sich künftig um ganz Brasilien kümmern. Jenes in Pune, zu dem Kretschmann erst im Januar dieses Jahres den Anstoß gegeben hatte, kann sich nun einen zweiten Mitarbeiter leisten.

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