Auch die Fregatte „Schleswig-Holstein“ ist an Phase II beteiligt. Foto: dpa

Am Mittwoch beginnt die EU mit der zweiten Phase ihres Militäreinsatzes gegen kriminelle Schleuser im Mittelmeer. Mutmaßliche Kriminelle müssen dann mit einer Festnahme rechnen.

Rom/Brüssel - Die Europäische Union startet an diesem Mittwoch die zweite Phase ihres Militäreinsatzes gegen kriminelle Schleuser im Mittelmeer. Nach Angaben der Einsatzführung wird es den beteiligten Soldaten ab sofort möglich sein, außerhalb der libyschen Küstengewässer fahrende Schiffe von Menschenschmugglerbanden zu stoppen und zu durchsuchen. Mutmaßliche Kriminelle müssen dann mit einer Festnahme rechnen.

Bislang war der Militäreinsatz der EU auf das Sammeln von Informationen und die Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge begrenzt. Für die derzeit laufende Phase I hatte die Bundesregierung bereits im Juni die Fregatte „Schleswig-Holstein“ und das Versorgungsschiff „Werra“ bereitgestellt. Beide Schiffe sollen sich nun auch an Phase II des Einsatzes beteiligen. Der Bundestag stimmte bereits vergangene Woche zu. Das Mandat erlaubt den Einsatz von bis zu 950 Bundeswehrsoldaten. Derzeit sind etwa 320 beteiligt.

  
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